Wissenschaftlich gefragt: Willst du heute Sex haben?

Vergiss Monty Python! Heute brauchst du Monty Hall.

»Ich suche mir ja immer die Falschen aus!«
»Hätte ich doch nur die Andere angesprochen!«

Jaja… Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt wie ein Glückskeks klingen mag, aber wer die Wahl hat, hat die Qual. So einfach ist das. Das ist eine absolute Gewissheit. Solange wir die Möglichkeit haben zu wählen, besteht auch immer das Risiko, dass wir uns falsch entscheiden. Und je mehr Auswahl wir haben, desto wahrscheinlicher wird auch ein Griff ins Klo. Das war schon immer so und das wird immer so bleiben.

Doch liebe Despoten und Feinde der Freien Welt, auch wenn mein Statement euch jetzt ziemlich in die Karten gespielt hat, braucht ihr dennoch nicht anfangen, euch sabbernd die Händen zu reiben und die nächste Diktatur zu planen. Denn auch hier hab ich, Dr. Juri Kristiansen (Titel verliehen von einer Institution, die nicht dazu berechtigt ist), mal wieder selbstverständlich eine Lösung für die armen Teufel dieser Welt parat. Sie lautet…

Das Monty Hall Problem

Nie wieder den richtigen Typen vergraulen und aufs „Arschloch“ reinfallen. Nie wieder genau die Dame ansprechen, die nicht mit dir ins Bett will.

Was ist das? Eine Utopie! Denn garantierte Erfolge gibt es nicht. Ein Restrisiko, sich falsch zu entscheiden, bleibt immer. Und so sehr ich das auch möchte, an dieser kosmischen Wahrheit ist nun mal nicht zu rütteln. *seufzende Menschenmenge*

Doch ich kann euch trotzdem weiterhelfen. Ich kann nämlich eure Chancen, euch richtig zu entscheiden, signifikant erhöhen! *Konfettikanone, dramatische Musik, Spotlight auf mich* Und zwar um das Doppelte! *frenetisch jubelnde Menschen, Tangas fliegen auf die Bühne, Mütter halten mir ihr Kind zum Küssen hin*

Monty Hall war der Moderator der amerikanischen Version von „Geh aufs Ganze“. Also das mit dem Zonk!

Und wie ich das kann, will ich euch am folgenden Gedankenexperiment erklären. Keine Sorge. Dauert nicht lange. Denn die Lösung ist so simpel, dass du dich fragen wirst, warum du nicht selbst darauf gekommen bist.

Stell dir vor…

Du bist in einer Bar, hast Spaß und nach ein, zwei Bierchen bist du scheinbar etwas rollig geworden. Du blickst dich um. An deinem Tisch nur vergebene Frauen oder welche, für die du etwas Härteres als Bier brauchen könntest – einen Schnaps vielleicht oder je nach Optik eventuell auch mittelschwere Halluzinogene. Doch glücklicherweise erblickst du drei weitere Damen: Eine Brünette, eine Blondine und eine Rothaarige.

Welche du ansprichst, bleibt dir überlassen. Was du nicht ahnen kannst ist, dass ich alle drei bereits kenne und weiß, dass nur eine von ihnen ein echtes Interesse an dir hat und die anderen beiden klassische Prosecco-Schlampen sind, die nur auf Kosten von armen Tölpeln wie dir den ganzen Abend trinken wollen.

Ergo: Deine Chance, die richtige Wahl zu treffen, liegt bei 1/3 bzw. 33%, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass du heute Pornos guckst höher ist, als dass du selber welche drehen wirst.

Du hast gewählt!

Du sprichst die Brünette an, woraufhin die Rothaarige das Weite sucht. Sie kann schon mal nicht die Richtige sein! Denn die „Liebe“ überwindet bekanntlich alle Hindernisse. Doch die Blondine bleibt weiterhin geduldig sitzen. Ist sie vielleicht die Richtige? Wer weiß…

Du ahnst es zwar nicht, doch nun stellt sich die Frage aller Fragen.

Wechseln oder nicht wechseln?

Seltsame Frage. Nicht wahr? Warum sollte man das tun? Jeder würde doch sagen: »Hey, läuft doch! Wir sind ja bereits im Gespräch. Warum sollte ich jetzt gehen und es woanders versuchen?« Und natürlich kann man so argumentieren. Doch haben wir nicht eben noch über Chancen gesprochen? Richtig! Also denkst du gerade an den Mathematiker in dir.

Das versetzungsgefährdete Engelchen auf der einen Schulter sagt dir: »Zwei Frauen: Die Chancen liegen somit bei 50/50. Du brauchst also nicht zu wechseln. Bleib lieber bei der Schönheit, mit der du dich bislang so nett unterhalten hast.«

Das Monty Hall Problem ist auch als Ziegenproblem bekannt. Je nach sexuellen Vorlieben eine nützliche Information.

Woraufhin dich ein kleiner Dreizack in die andere Schulter pickst. Du blickst rüber und siehst ein kleines Teufelchen da sitzen, das eine verblüffende Ähnlichkeit mit Carl Friedrich Gauß hat, welches dich fragt: »50/50… Ist das wirklich so? Wenn du mich fragst, solltest du der Ollen erzählen, dass du kurz Kippen holen gehst und schnell zu Blondi rüberlaufen, bevor sie weg ist.«

Doch auf wen hören? Natürlich auf das…

Teufelchen!

Nur weil da inzwischen nur noch zwei Frauen sitzen, heißt das noch lange nicht, dass die Chance auf Erfolg dadurch bei 50/50 liegt. Denn du hast deine Entscheidung getroffen, als da drei Frauen saßen. Dieser Zeitpunkt (!) und kein anderer ist entscheidend, um deine Chancen auszurechnen.

Zur Erinnerung: Bei drei Frauen liegt die Chance bei 1/3 bzw. 33%. Diese ändert sich auch nicht, nur weil eine Option das Weite gesucht hat.

Also ist es logischerweise wahrscheinlicher, dass du bei deiner ersten Wahl, der Brünetten, mit deiner Chance von 33% falsch lagst. Da sie ja abgedampft ist, kann die Rothaarige nicht die große Liebe sein. Somit liegt die Wahrscheinlich dein Glück zu finden bei den übrig gebliebenen 67%, also der Blondine.

Wechseln lohnt sich!

Zusammengefasst: Mittels eines Wechsels steigen deine Chancen von 1/3 respektive 33% auf 2/3 sprich 67%. Ein Wechsel ist somit immer die richtige Entscheidung, denn bei einer Chance von 67% ist es wahrscheinlicher, dass der Abend zu zweit endet, als alleine vor YouPorn.

Funfact: Deutsch/kroatische Wissenschaftler haben erwiesen, dass die zweitattraktivste Frau i.d.R. die beste Wahl ist.

Und falls du noch Zweifel hast, denke an das folgende Zitat des Philosophen Roger Bacon: »Nur mit Hilfe der Mathematik kann man wirklich wissen, denn in jeder Wissenschaft ist nur so viel Wahrheit enthalten, wie in ihr Mathematik steckt.«

In diesem Sinne: Euch allen viel Spaß heute Abend!

 

Bildquellen: paar-herummachen-jung-glücklich-731890 (Pixabay)ziegen-wettkampf-streit-692660 (Pixabay)

Aus Gründen hier. Dein Gefährte durch Raum und Zeit. Der Büriff.

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