11 Dinge, die mich an FIFA 19 nerven

FIFA 19 ist alles andere als perfekt. Woran ich mich am meisten störe, lest ihr hier.

FIFA ist eine Hassliebe: Wenn man mir beim Zocken zuschauen würde, so käme man nie auf die Idee, dass ich Freude an dem Spiel habe. Sätze wie »Jo, ist das ungerecht!« oder »Das passiert im echten Leben doch nie!« stehen bei mir an der Tagesordnung und auch meine Nachbarn halten mich inzwischen für einen asozialen Choleriker, weil sie Schimpfwörter aus meiner Wohnung hören, die Gangster-Rapper neidisch werden lassen würden.

Fans der Fußballsimulation wissen wovon ich rede, wenn ich sage: FIFA holt das Schlechteste aus dem Menschen heraus.

Daran ist EA Sports aber auch nicht ganz unschuldig. Zwar ist FIFA Jahr für Jahr das beste Fußballspiel auf dem Markt, was jedoch nicht zwangsläufig bedeutet, dass es deshalb frei von enorm ärgerlichen und teils unnötigen Fehlern ist.

Was mich an FIFA 19 am meisten stört, lest ihr im folgenden Beitrag.

1. Das Timed Finishing

Bei manchen Neuerungen weiß man direkt schon zur Ankündigung, dass sie eine verdammt blöde Idee sind, wie z.B. beim neuen Schusssystem, dem sogenannten „Timed Finishing“. Erst war es zu übermächtig, dann war es zu schwach und wie man es auch dreht und wendet, es hat das Spiel zu keinem Zeitpunkt irgendwie besser gemacht.

EA, bitte schmeißt den Mist wieder raus! Das braucht niemand.

Gut zusammengefasst!

2. Unsportliche Sportler

Seit jeher bevorzuge ich bei der Zusammenstellung meines Teams hauptsächlich flinke wie auch bewegliche Spieler, da ich auf Konter setze und sehr vertikal spielen lasse. Damit bin ich bislang immer sehr gut gefahren, bei FIFA 19 allerdings nicht so gut wie sonst.

Der Grund: Die kleinen Kicker in EA Sports Fußballspiel sind nicht nur unvergleichliche Grobmotoriker, sie sind darüber hinaus auch relativ träge unterwegs. Selbst mit einem Salah oder Mbappe schaffe ich es nicht wirklich, den Abwehrreihen zu enteilen.

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Das finde ich relativ problematisch, denn wenn ich Frankreich spiele, dann soll sich mein Team auch wie Frankreich anfühlen und nicht wie der (noch) zweitklassige 1. FC Köln. (Stichwort: Lauf doch, du Spast!)

3. Slapstick-KI

Das diverse Fußballer nicht wirklich die hellsten Kerzen auf der Torte sind, will ich ja gar nicht leugnen. Spieler wie Andreas Möller, Lukas Podolski oder Kevin Großkreutz sollten dem lieben Gott Tag für Tag dafür dankbar sein, dass es den Beruf des Profifußballers gibt.

Dennoch hege ich berechtigte Zweifel, dass der durchschnittliche Fußballer so dumm ist, wie uns FIFA das weiß machen möchte. Das fängt bei einer grenzdebilen Torwart-KI an und hört bei Spielern auf, die todesmutig aufeinander zu rennen, als ob sie tollwütige Widder wären.

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Und auch ein Mario Gomez wäre niemals Profi geworden, wenn das Fußballgeschäft halbwegs so wie das Spiel wäre, denn einfache Abstauber sind in der Fußballsimulation nach wie vor schwerer im Kasten unterzubringen als Distanzschüsse aus 25 Metern. (Stichwort: Schieß doch, du Spast!)

4. Der Schiri ist Luft…

…behauptet zumindest FIFA-Kommentator Wolff-Christoph Fuss.

Das mag laut Regelwerk mit Sicherheit auch stimmen, doch bei FIFA stellt der Referee gefährliche Räume derart gut zu, dass man ihn aufgrund seiner Verteidigungskünste für den Ballon d’Or nominieren müsste.

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5. Apropos: Kommentatoren

Ich habe mich ja bereits vor Jahren mit den grenzdebilen Sprüchen von Fuss und Buschi arrangiert. »Da springt er hoch wie ein Känguru und lacht noch dabei!« oder »In Afrika würden sie sagen, da liegt ein Voodoozauber über diesem Tor. Sie treffen es einfach nicht.« Schlimmer geht immer, zumindest bei FIFA. Keine Frage.

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Aber wenn ich mir dieses Gehirnzellenmassaker schon Jahr für Jahr antun muss, dann fügt doch mal bitte ein paar neue Sprüche hinzu, EA!

6. Schlimmer als Radio!

Seit FIFA 19 würde ich sogar noch mehr Geld zahlen. Die Playlist ist nämlich grausam!

7. Taktik-Wirrwarr

Ich habe bei FIFA 09 die Einführung der „Individuellen Taktiken“ begrüßt und auch die neuen „Dynamic Tactics“ finde ich prinzipiell gar nicht mal so schlecht. Man kann sein Spiel nun kinderleicht der aktuellen Spielsituation anpassen. Wirklich eine sinnvolle Neuerung.

Leider aber auch eine, die noch nicht ganz ausgereift scheint. Zu selten tun die Spieler das, was sie sollen. Das alles muss noch etwas präziser werden, damit man sein Spiel noch kontrollierter aufbauen kann.

Nichtsdestotrotz: Für den Anfang ganz nett und eine Idee, die man definitiv weiterentwickeln sollte, doch ein Taktikfetischist à la Pep Guardiola würde sich bei FIFA 19 vor Wut die Haare ausreißen – also sofern er noch welche hätte.

8. Mehr Bugs als bei Starship Troopers

Es ist jedes Jahr dasselbe: Zum Release gleicht das neue FIFA mehr einer Beta als einem Vollpreistitel. Das war schon immer so. Das wird auch immer so bleiben. Doch dieses Jahr hat Electronic Arts den Vogel komplett abgeschossen, indem man im Winter einen Patch auf den Markt geworfen hat, der den Karrieremodus für mehr als einen Monat unspielbar machte. Das geht meiner Meinung nach gar nicht!

Was ich von den jüngsten Entwicklungen rund um FIFA halte, lest ihr hier.

Und auch sonst ist FIFA 19 sehr buggy: Im Managermodus lassen sich Spieler nur mit Tricks verleihen, die Aufstellungen ändern sich von selbst, uvm.

Man merkt FIFA buchstäblich an, dass Electronic Arts in puncto Fußballspielen keine nennenswerte Konkurrenz hat. Ein derart vermacktes Spiel darfst du eigentlich nicht auf den Markt werfen.

9. Marodes Online-Erlebnis

So wie seine Vorgänger, macht FIFA 19 online nur begrenzt Laune. Viele Käufer klagen über Input Lags, welche ein kontrolliertes Spielen nahezu unmöglich machen, und nach wie vor ruckelt so ziemlich jede dritte, vierte Online-Partie dermaßen heftig, dass sie zur sogenannten „Wutprobe“ wird.

Ein Problem, welches man eigentlich kinderleicht lösen könnte: Warum kann man seine Gegner nicht nach NAT-Typen oder Latenz filtern? Wäre es zu viel verlangt, wenn man die Partie straffrei in den ersten fünf Minuten leaven könnte, falls die Verbindung zum Gegner zu schlecht ist?

Lange Rede, kurzer Sinn: Auch dieses Jahr kann mich FIFA nicht wirklich für den Onlinemodus motivieren.

10. Trolle everywhere!

Hand hoch, wem kommt folgendes bekannt vor: Der Gegner guckt sich jede einzelne der zig Videosequenzen oder Wiederholungen geduldig an, nach Toren wird so lange wie möglich gejubelt, Einwürfe werden ein Dutzend mal angetäuscht, Standards werden erst nach Jahrhunderten ausgeführt und mit dem Optionsmenü werden Späßchen getrieben. Alles nur mit dem Ziel, dich aus der Lobby zu ekeln.

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EA, mit ein paar kleinen Anpassungen könntet ihr Trolle doch spielend leicht in die Schranken weisen. Warum tut ihr das nicht?!?

11. Die Welt ist ein Dorf…

…vor allem im FIFA-Universum. Ich kann ja verstehen, dass nicht alle drittklassigen Nationalmannschaften vertreten sein können, dass aber der halbe Balkan (wie z.B. Vizeweltmeister Kroatien oder Serbien) nicht vertreten ist, stößt bei mir auf Unverständnis. Auch andere bedeutende Fußballnationen vermisse ich im neusten FIFA.

Und wenn man schon nicht das Geld für teure Lizenzen in die Hand nehmen möchte, so könnte man doch zumindest generische Teams ins Spiel integrieren. Wäre ja kein Novum: FIFA 09 hatte keine Lizenz für die niederländische Nationalmannschaft, also gab es eine Elftal mit Phantasienamen. Nicht perfekt, aber besser als nix.

Fortsetzung folgt!

War das schon alles, was mich am neusten FIFA stört? Nicht mal im Ansatz! 😀 Aber dem verkorksten Karrieremodus möchte ich die Tage/Wochen noch einen eigenen Beitrag widmen. Der gehört nämlich generalüberholt.

Fällt euch noch etwas ein, was bei FIFA 19 auf keine Kuhhaut geht? Schreibt mir! Hier oder auf Twitter.

Bildquellen

„When we vistited Utö“ von Aarón Blanco Tejedor @Unsplash. Bearbeitet von Juri Kristiansen. Lizenz. Unsplash Lizenz

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