7 Dinge, die ich an Fortnite nicht mag

Fortnite ist geil! Aber die ein oder andere Sache bringt mich dennoch zur Weißglut.

Fortnite ist in aller Munde. Ich kenne kaum ein Kind, das nicht Fortnite auf (mindestens!) irgendeiner Plattform zockt, selbst Eltern wissen mehr über dieses Spiel als ihnen lieb ist und es vergeht auch kein Tag, an dem die Fachpresse nicht über den Battle Royal-Shooter aus dem Hause Epic berichtet. Man kann guten Gewissens behaupten: Der Hype, den das Game ausgelöst hat, ist der größte seit Pokémon Go.

Dementsprechend wird Fortnite im Netz überwiegend mit Lob überschüttet – meiner Meinung nach zurecht. Nichtsdestotrotz möchte ich, obwohl ich selbst der Fangemeinde angehöre, darüber hinaus sogar täglich Fortnite auf Twitch streame, heute das Gegenteil tun. In diesem Beitrag werde ich auf die Dinge eingehen, welche mich am Spiel stören und die man meiner Meinung nach verbessern sollte.

1. Das Holz ist mächtiger als das Schwert

Inwiefern unterscheidet sich Fortnite von seinen Mitbewerbern? Durch den Comic-Look, die Vielzahl der Spielmodi und selbstverständlich durch das Bauen. Das Bauen ist das A und O in Fortnite. Kannst du nicht bauen, wirst du es immens schwer haben, einen epischen Sieg einzufahren. Es ist zwar möglich (siehe Video), sollte aber die Ausnahme bleiben.

Blöd nur, dass das Hochziehen von Wänden, Treppen oder kompletten Palästen deutlich mächtiger ist als ein gutes Aiming, Movement oder andere Fähigkeiten, die einen guten Videospieler ausmachen. So treffe ich regelmäßig auf Spieler, die in anderen Shootern, wie z.B. Call of Duty oder Battlefield, weit besser sind als der Durchschnitt, aber in Fortnite kein Land sehen.

Das ist prinzipiell nicht schlimm, denn ich für meinen Teil finde es als erfahrener Amateurspieler sehr spannend, endlich mal wieder herausgefordert zu sein, doch meiner Meinung nach fehlt Fortnite in diesem Punkt die richtige Balance.

Kurz gesagt: Ja, das Bauen ist durchaus eine interessante Komponente, die dem Spiel einen gewissen Reiz und ein Alleinstellungsmerkmal verleiht, doch muss es in einem Shooter(!) wirklich sein, dass ich jeden Schuss durch eine (in Millisekunden) hochgezogene Wand abwehren kann oder mich binnen weniger Momente in einen Turm einbauen kann, um einem direkten Gefecht aus dem Weg zu gehen?

Ich sage definitiv NEIN und somit wünsche mir diesbezüglich eine Entschärfung dieses Bau-Wahnsinns.

2. Waffen aus der Hölle!

Fortnite deckt das gewöhnliche Waffenrepertoire eines Shooters ab, d.h. es gibt die üblichen Pistolen, Sturmgewehre, Schrotflinten wie auch Scharfschützengewehre. Blöd nur, dass diese mit ihren realen Vorbildern gar nichts gemein haben und demzufolge unberechenbar sind, was gerade zum Einstieg für sehr viel Frust sorgt, denn man muss mühselig selbst herausfinden, wie man mit den einzelnen Schießeisen am besten feuert.

So hat die M4 beispielsweise eine unterirdische Feuerrate oder die Pumpgun eine so geringe Streuung, dass man genau auf den Kopf zielen muss, um jemanden niederzustrecken. Würden sich die realen Vorbilder tatsächlich so verhalten, wären sie mit absoluter Sicherheit Ladenhüter.

3. YouTube ist dein Lehrer

Gerade zu Beginn deiner Fortnite-Karriere wirst du ein sehr starkes Nervenkostüm brauchen, denn du wirst, sofern du nicht ein absolutes Naturtalent bist, anfangs nicht mal einen Elefanten aus 10 Metern Entfernung treffen und infolgedessen regelmäßig bei Feindkontakt ins Gras beißen, obwohl du als ach so erfahrener Shooter-Spieler „alles richtig“ machst.

Doch ich betone: In Fortnite ticken die Uhren nun mal etwas anders; durch das Bauen, das seltsame Verhalten der Waffen und das eigene Schusssystem, welches zwar diverse Vorteile hat, dennoch mehr als gewöhnungsbedürftig ist.

Und wer hilft dir nun besser zu werden? Fortnite jedenfalls nicht! Es gibt keinen Trainingsparkour, keinen Schießstand oder etwas Vergleichbares, wo du das Schießen trainieren oder deine Config in Ruhe justieren kannst. Fairerweise will ich zugeben, dass Epic in dieser Season auf Wunsch Vieler die „Spielwiese“ nachgereicht hat, aber die wird dir ehrlich gesagt nur beim Bauen helfen.

Somit bleibt dir nichts Anderes übrig, als in YouTube reinzuschauen und stundenlang Videos zu gucken. Doch Vorsicht: Da ist sehr viel Schund dabei!

Um euch viel Frust zu ersparen, will ich euch deshalb den Kanal Krench Royale nahelegen. Der Kerl, der original wie Harris klingt, redet zwar ein wenig zu viel und bläht seine Videos darüber hinaus oft unnötig auf, hat aber dennoch sehr viel Plan und kann sehr gut wie auch anschaulich erklären.

4. Konfiguration der Steuerung (Gamepad)

Epic weiß, was für dich gut ist und deswegen hast du die Wahl zwischen ein paar vorgegeben Steuerungsprofilen, an die du dich zu gewöhnen hast. Willst du eine individuelle Tastenbelegung, dann hast du Pech gehabt. Die Devise lautet bei Fortnite: Friss oder stirb!

Dazu brauche ich auch nicht mehr viel zu sagen: Das halte ich nicht für zeitgemäß!

Was mich ferner – völlig subjektiv! – stört, ist, dass die Sprünge bei der Sensitivität der X- und der Y-Achse sehr groß sind. Ich habe Wochen gebraucht, um mich von 5 auf 6 zu gewöhnen.

Epic, warum ist es eigentlich nicht möglich, ähnlich wie beim Zielen, Zwischenschritte zu machen? Da kann ich doch auch bis in die zweite Nachkommastelle die Sensitivität einstellen. Bitte ändern!

5. Gamepad vs Maus/Tastatur (PlayStation 4)

Hand aufs Herz: Fortnite auf der Konsole und Fortnite auf dem PC sind zwei komplett unterschiedliche Spiele. Ein Maus/Tastatur-Spieler ist nicht nur beim Schießen dem Gamepad-Spieler durch das blitzschnelle und punktgenaue Zielen im Vorteil, er kann auch deutlich flotter bauen und zusätzlich seine Tastatur individuell belegen.

Ist das fair? Natürlich nicht! Es ist sogar der absolute Wahnsinn.

In die Fresse, ihr Gamepad-N00bs!!!

Epic hat zwar schon lange angekündigt, dass man die Gamepad-Spieler von denen, die Maus und Tastatur nutzen, trennen möchte, bislang hat sich aber da noch nichts getan. Wie ich meine, eine absolute Frechheit! Denn hierbei handelt es sich um absolute Wettbewerbsverzerrung.

6. Die Runden sind zu lang

Wann macht Fortnite am meisten Spaß? In den ersten Minuten der Runde und kurz vor Schluss. Dazwischen ist gähnende Leere angesagt. Man läuft über die endlos große Karte und wenn man Pech hat, hat man in der 30-minütigen Runde keinen Feindkontakt. Das halte ich auf Dauer für etwas langweilig.

Deswegen wünsche ich mir, dass der Modus „Beständiger Sturm“ dauerhaft zurückkommt, denn da dauert eine Runde lediglich 15 Minuten und man hat deutlich mehr Action.

7. Wie im Wartesaal

Je nachdem, wo du abspringst, kann eine Runde Fortnite relativ schnell vorbei sein. Und wenn du mal zwei, drei Runden hintereinander früh den Löffel abgeben solltest, wirst du schnell merken, dass du relativ viel Zeit in der Lobby wie auch vor dem Ladebildschirm verbracht hast.

Denn vor jeder Partie – also in der Lobby – wird erst nach einem Spiel gesucht, dann siehst du den Ladebildschirm, daraufhin hüpfst du über den Parkplatz bis 100 Spieler dabei sind und dann geht es erst los. Segnest du jetzt kurz nach dem Absprung das Zeitige, siehst du erst einen Ladebildschirm, um im Anschluss erneut in der Lobby zu sein und dann geht der Spaß wieder von vorne los.

Epic, wäre es nicht sinnvoller dem Spieler die Möglichkeit zu geben, direkt nach dem Sterben – also ohne Umweg in die Lobby – die nächste Runde zu starten? So würde man nämlich richtig viel Zeit sparen. Denkt mal drüber nach.

Fazit und Ausblick

Nichtsdestotrotz bleibt Fortnite Stand jetzt(!) in meinen Augen der beste Battle Royale Shooter, den es gibt. Egal, ob PUBG, H1Z1 oder wie die Anderen auch heißen mögen, kein anderer Titel läuft so flüssig, ist so abwechslungsreich und unkompliziert wie Fortnite. Deshalb ist das Spiel aktuell auch völlig zurecht der erfolgreichste Battle Royale Shooter auf dem Markt.

Doch es bleibt fraglich, ob das auf lange Sicht so bleiben wird. Sicher, bei den Kindern muss Epic die Konkurrenz nicht fürchten. Doch ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Call of Duty: Blackout oder Battlefield: Firestorm diesen Herbst Fortnite einige volljährige Kunden kosten oder dem Spiel vielleicht sogar komplett den Rang ablaufen könnten.

Das hängt natürlich davon ab, wie gut diese Titel tatsächlich werden. Warten wir also mal ab. Aber es bleibt spannend auf dem Battle Royale Markt.

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