Der Kewecom im Test

Warum der Kewecom der PS4-Controller meiner Wahl ist.

Ich habe zig Controller für die PlayStation 4 getestet und nach unzähligen Spielstunden muss ich sagen, dass die meisten ihr (teures) Geld leider nicht wert sind.

Der Razer Raiju ist eine ergonomische Katastrophe, die Tournament-Edition eine Verschlimmbesserung des Originals und der Nacon Revolution Pro 2, aus dem Hause Big Ben, ist leider auch nicht das Gelbe vom Ei. Ich stelle fest, dass die von Sony lizenzierten Produkte keinen reellen Mehrwert gegenüber dem Dual Shock, welcher standardmäßig der PlayStation beiliegt, haben.

Selbstverständlich kann man alternativ zu einem Gamepad eines Drittanbieters greifen – wobei ich bei diesen zur Vorsicht rate.

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Bei den meisten Scuf-Controllern handelt es sich nämlich in der Regel um (laienhaft) umgebaute Dual Shocks, die zwar sinnvolle Upgrades (z.B. Trigger Stops oder weitere Multifunktionstasten) innehaben, jedoch nicht selten von minderwertigerer Qualität sind. Da die Anbieter darüber hinaus ihren Sitz mehrheitlich im Ausland haben, kann eine Reklamation zum Geduldsspiel werden. Ich persönlich habe z.B. mit Aim Controllers sehr, sehr negative Erfahrungen gemacht.

Allem Ärger zum Trotz würde ich einen Pro- bzw. Scuf-Controller nicht missen wollen. Zu sehr bin ich von den zwei Multifunktionstasten, auf der Rückseite des Gamepads, abhängig – insbesondere beim Spielen von Shootern.

Glücklicherweise bin ich auf meiner endlos langen Suche nach einem Controller, der zu mir passt, auf Kewecom gestoßen.

Warum Kewecom?

Bei Kewecom handelt es sich zwar ebenfalls um einen unlizenzierten Drittanbieter, jedoch hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, was im Bestellprozess oder im Reklamationsfall einiges vereinfacht. Es entstehen beispielsweise keine hohen Portokosten, der Support ist nicht auf den Google Übersetzter angewiesen, man kann (ohne sich dabei in Unkosten stürzen zu müssen) den Anbieter anrufen, etc.

Besonders praktisch: Kewecom bietet seine Standard-Variante, den Preset-Controller, bei Amazon an – und das sogar für faires Geld. 99€ habe ich für meinen Kewecom-Controller bezahlt. Wer die Preise der Mitbewerber kennt, der weiß, dass das Verlangte nicht die Welt ist.

Das ist der Controller, mit dem dich der Büriff vom Server fegt. 😉

Dabei ist natürlich zu beachten, dass der Preset-Controller ein sehr rudimentärer Scuf-Controller ist. Bis auf das FingerPoint-System auf der Rückseite, gibt es keine weiteren Unterschiede zum Dual Shock – was ich gar nicht mal so tragisch finde, da ich mit Sonys Original-Controller grundsätzlich sehr zufrieden bin. Des Weiteren sollte nicht vergessen werden: Je mehr modifiziert wird, desto mehr kann auch kaputt gehen.

Wer nichtsdestotrotz auf Trigger Stopps, spezielle Sticks und Pipapo nicht verzichten möchte, bekommt auf der Webseite des Herstellers die Möglichkeit, sein eigenes Pad individuell zusammenzustellen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Fertigungs- bzw. Lieferzeit nicht ohne ist (18 Tage!).

Kleines Beispiel gefällig. Cool sieht er ja aus. 🙂

Der Controller selbst

Grundsätzlich gibt es zum Kewecom-Controller nicht viel zu sagen, da es sich bei der Preset-Variante im Wesentlichen um einen handelsüblichen Dual Shock handelt, welcher lediglich um ein FingerPoint-System erweitert wurde.

Dieses funktioniert sehr zuverlässig. Man hat die Tasten niemals mehrfach zu bedienen, der Druckpunkt ist angenehm und man hat sich auch nicht zu verrenken, um die Extra-Buttons zu erreichen. Wenn man mal ein Game spielen sollte, bei dem man sie nicht benötigt (z.B. FIFA), kann man sie problemlos (ohne Werkzeug) abmachen.

Kurz und knapp: Alles so, wie es sein sollte. Wer mit dem Original-Controller zufrieden ist, wird es mit dem Kewecom auch sein.

Dennoch Abzüge in der Schönheitsnote

Bei allem Lob gibt es dennoch Dinge, die es zu bemängelt gilt.

Zum einen den Lieferumfang: Zwar wird das Pad in einem exklusiven Koffer geliefert, doch FingerPoints gibt es lediglich in einer Größe. Wer kleinere oder (wie ich) größere bevorzugt, hat sich diese auf der Webseite der Herstellers nachzubestellen.

Hätte ja lieber das PREMIUM Pack, anstelle des Koffers gehabt.

Des Weiteren weiß ich nicht, auf welche Revision des Dual Shocks Kewecom bei seinen Controllern zurückgreift. Verglichen mit meinem Dual Shock, der bei meiner PlayStation 4 Pro dabei war, rutscht man nämlich relativ häufig vom Stick ab, weil das Material ein anderes ist. Ich empfehle daher, zusätzliche Grip-Aufsätze zu kaufen. Diese kosten glücklicherweise nicht die Welt.

Größter Kritikpunkt bleibt jedoch das fehlende Remapping. Egal, ob Preset-Variante oder individuell zusammengestellt, die FingerPoints könnt ihr nach Erwerb nicht mehr neu belegen.

Kewecom: Der Controller meiner Wahl

Alles in allem halte ich den Kewecom dennoch für den besten Scuf- bzw. Pro-Controller, den es für die PlayStation 4 gibt, was am hervorragenden Preis/Leistungsverhältnis liegt. 99€: Das ist schon ein Kampfpreis.

Sicherlich wären Trigger Stops, eine Remapping-Option oder andere Extras eine schöne Sache, jedoch muss man sich fragen, ob sie das viele Geld auch wirklich wert sind – insbesondere wenn man sich die durchschnittliche Lebenserwartung eines PS4-Controllers vor Augen führt.

Bildquellen

„Life at Midnight“ von Sebastiaan Stam @Unsplash. Bearbeitet von Juri Kristiansen. Lizenz: Unsplash Lizenz

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