Die 7 besten Rennspiele aller Zeiten

Diese Rennspiele haben mir am meisten Freude bereitet.

Rennspiele sind ein bisschen aus der Mode gekommen, was eigentlich ziemlich schade ist. Gehörte das Genre bis vor wenigen Jahren noch zu den beliebtesten überhaupt, dominieren dieser Tage eher Shooter, Rollenspiele und Open-World-Titel den Markt. Es gibt sie zwar noch, die üblichen Verdächtigen, doch inzwischen weiß ein Need for Speed oder ein Burnout bei weitem nicht mehr so zu begeistern, wie es damals zu meiner Jugend noch der Fall war.

Das kommt nicht von ungefähr: Das komplette Genre steht für Innovationsarmut. Etablierte Marken veröffentlichen seit langem nur noch Durchschnittskost. Etwas Revolutionäres ist schon des Längeren nicht mehr erschienen.

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Nichtsdestotrotz will ich heute ein wenig in Nostalgie schwelgen und euch meine liebsten Rennspiele vorstellen. Und damit das Ranking nicht allzu lang wird, werde ich bei jeder Rennspiel-Serie lediglich auf den meiner Meinung nach stärksten Ableger der Reihe eingehen.

Platz 7: TrackMania United (2007)

Wenn es jemals ein Videospiel gab, welches ausschließlich für Perfektionisten gemacht wurde, dann ist es TrackMania United.

Ich kenne kein einziges Game, welches kleinste Fehler derart drakonisch bestraft, wie das PC-Spiel aus dem Jahre 2007. Einmal verbremst oder einmal die Leitplanke geküsst und du kannst das Rennen von vorne starten. Denn in TrackMania zählt nur eines: die Bestzeit! Nicht mehr, nicht weniger. Keine Gegner, keine Items, kein anderer Spökes.

So kommt es dazu, dass du ein und denselben Kurs immer wieder und wieder zu fahren hast, bis du ihn in- und auswendig kennst.

Klar, das sorgt auf der einen Seite für jede Menge Frust, doch auf der anderen Seite ist es ein unheimlich befriedigendes Gefühl, wenn du nach zig Versuchen die Herausforderung dann doch noch endlich gemeistert hast.

Platz 6: Super Mario Kart (1992)

Für jede neue Konsolen-Generation gibt es standesgemäß ein neues Mario Kart, dennoch bleibt das Original für mich das beste. Super Mario Kart für den SNES vereint nämlich alle Stärken der Serie, ohne nennenswerte Schwächen zu zeigen.

War mir beispielsweise Mario Kart 64 zu langsam, halte ich Mario Kart 8 Deluxe wiederum für zu ungerecht, da dich zum Schluss sowieso immer ein blauer Panzer erwischen wird – was u.a. mit der Zeit ziemlich nervt.

Des Weiteren ist Super Mario Kart in meinen Augen ein zeitloser Klassiker. Selbst 27 Jahre nach Release macht das Game immer noch Laune. Ich sehe keinen Grund, warum sich das zukünftig ändern sollte.

Platz 5: Diddy Kong Racing (1997)

Lieber gut geklaut statt schlecht selbst gemacht. Das hat sich wohl Rare bei der Entwicklung von Diddy Kong Racing gedacht. Denn obschon es sich bei dem Arcade Racer um einen klassischen Mario Kart-Klon handelt, ist die Kopie dem Original ein kleines Stücken überlegen.

Im Gegensatz zum Nintendo-Vorbild stehen einem z.B. nicht nur Karts zur Verfügung, sondern auch Flugzeuge und Luftkissenfahrzeuge. Des Weiteren ist man in Diddy Kong Racing bei weitem nicht so sehr auf sein Glück angewiesen: Items werden hier nicht nach Gutdünken verteilt und man kann sie darüber hinaus deutlich taktischer einsetzen als bei Mario, Luigi & Co.

Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Das Game ist eine echt harte Nuss, an der ich mir, trotz aller Bemühungen, die Zähne ausgebissen habe.

Ich mag zwar fordernde Spiele, aber das, was Rare hier seinen Spieler abverlangt, ist schon ein wenig zu viel des Guten. Ich kenne jedenfalls niemanden, der Diddy Kong Racing jemals durchgespielt hat.

Platz 4: Burnout 3: Takedown (2004)

Fahrzeugpuristen, welche auf Rennsimulationen abfahren, sind hier völlig fehl am Platz, denn Burnout 3: Takedown ist ein Arcade Racer, wie er im Buche steht. Das Game aus dem Hause Electronic Arts kommt nämlich komplett ohne eine realistische Fahrphysik, die Straßenverkehrsordnung oder lizensierte Luxusboliden aus. Viel eher stehen Tempo, Fahrspaß und die reine Lust am Zerstören im Vordergrund.

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Warum also ein Rennen durch großartige Fahrkünste oder Geschwindigkeit gewinnen, wenn man genauso gut seine Gegner in den Gegenverkehr oder die Leitplanke drängen kann? Warum bremsen, wenn mich das Game für waghalsige Fahrmanöver mit Extra-Boost belohnt?

Genau diese essenziellen Fragen des Rennfahrerlebens stellt Burnout 3 seinen Spielern. Das Ergebnis: Eine Menge Spaß, vor allem im Multiplayer.

Einen Haken hat das Spiel dennoch: Es ist alles andere als leicht. Diverse „Crash Events“ und insbesondere das Fahrverhalten des pfeilschnellen Formel 1-Wagens, gegen Ende des Spiels, wurden für mich zur unüberwindbaren Herausforderung. Auch hier kenne ich niemanden, der das Spiel komplett durchbekommen hat.

Platz 3: Race Driver: GRID (2008)

Race Driver: GRID ist das komplette Gegenteil von TrackMania United, denn wer hier patzt, kriegt immer wieder und wieder eine neue Chance. Codemasters ermöglicht dir nämlich die Zeit zurückzudrehen, wenn du deine Karre zu Schrott gefahren hast. Das natürlich nur ein paar mal pro Rennen, dennoch schont diese Funktion das Nervenkostüm ungemein.

Eine weitere Stärke: Race Driver: GRID ist unheimlich abwechslungsreich. Stehen in den USA Muscle Cars sowie Stadtkurse auf der Tagesordnung, besuchen wir in Europa hauptsächlich bekannte Rennstrecken. In Asien müssen wir wiederum todesmutig Hänge herunter brettern und das Driften erlernen.

Ich kenne nur wenige Rennspiele, die so einsteigerfreundlich sind und darüber hinaus langfristig zu motivieren wissen, weswegen ich hoffe, dass es eines Tages einen dritten Teil geben wird. Ich würde ihn jedenfalls sofort kaufen.

Platz 2: F-Zero X (1998)

Die F-Zero-Reihe ist vor allem eines: Schnell! Hier werden deine Reflexe geprüft. Bist du gut in F-Zero, kannst du alle Arcade Racer.

Dabei hat insbesondere der Nintendo 64-Ableger all das, was ein gutes Rennspiel benötigt: F-Zero X ist einsteigerfreundlich, doch auch für Experten nicht ohne, du hast die Auswahl zwischen zig abwechslungsreichen Strecken, noch mehr Fahrzeugen und vor allem im Multiplayer (bis zu vier Spieler) macht das Game richtig Laune.

Schade, dass die Reihe von Nintendo eingestampft wurde. Seit dem missglückten wie auch unschaffbaren F-Zero GX, aus dem Jahre 2003, gab es nämlich keinen Nachfolger mehr.

Und wenn ich unschaffbar sage, dann meine ich das auch so: Die besten Gamer, die ich kenne, sind nicht über das dritte Level hinausgekommen. Wenig verwunderlich, dass der Gamecube-Titel ein absoluter Ladenhüter war.

Platz 1: Need for Speed: Underground (2003)

Eigentlich bin ich kein großer Fan der Need for Speed-Serie, doch dieser Teil ist der absolute Hammer!

Man startet mit ganz gewöhnlichen Straßenboliden, die man im Laufe der Zeit immer mehr und mehr aufmotzt, bis vom eigentlich Auto im Grunde genommen kaum noch etwas übrig ist. Denn das Tuning von Serienfahrzeugen steht hier absolut im Vordergrund, genauso wie die szenetypischen Viertel-Meile-Rennen, wie wir sie aus den The Fast & Furious-Filmen kennen.

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Darüber hinaus hat uns Underground erstmalig etwas machen lassen, was heute zum Standardrepertoire eines jeden Rennspiel gehört, jedoch um die Jahrtausendwende ein absolutes Novum war: Wir durften driften. Wie geil ist das denn?

Ach ja, bevor ich es vergesse: Ganz konventionelle Rennen, in denen man einfach nur der Schnellste sein muss, gibt’s hier natürlich auch. 😉

Need for Speed: Underground hatte 2003 das, was heutigen Rennspielen fehlt: Mut zu etwas Neuem, Innovations- und Zeitgeist.

Kein Wunder, dass das Spiel bis heute noch absoluter Kult ist und immer noch zu den beliebtesten Race Games aller Zeiten gehört.

Was ist dein Favorit?

Spielst du auch gerne Rennspiele? Dann sag mir, welches dir am besten gefällt. Bist du auch meiner Meinung, dass Need for Speed: Underground unschlagbar ist oder hast du einen anderen Favoriten. Schreib mir!

Bildquellen

„auto-2800682_1920“ von sumanley @Pixabay. Bearbeitet von Juri Kristiansen. Lizenz: Pixabay Lizenz

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