Die Polizei ist alles schuld!?

Der G20 wird zum G36. Schuld ist natürlich die Polizei. Wer sonst?

Als Antikapitalist hat man es heutzutage gar nicht mal so leicht: 365 Tage im Jahr ein Leben im Zelt, ohne Strom und fließend Wasser. Notdürftig werden Klamotten selbst genäht, Smartphones geschnitzt und jeder Schnupfen kann den sicheren Tod bedeuten. Auch Bildung oder Bezüge vom Staat (wie z.B. Kindergeld, Wohngeld, etc.) werden dankend abgelehnt. Denn die Devise lautet #FuckTheSystem! Da wird nicht mitgemacht. Und da gibt es keine Ausnahmen. Ein Schelm, wer behauptet, dass ein richtiger Gegner des Kapitalismus – nur stilecht in schwarzer Montur plus Antifa-Flagge – vom System profitieren möchte. Nein, so ein System gehört bekämpft! Aber natürlich gewaltfrei.

Also wird in erster Instanz der Kapitalismus nicht mehr unterstützt und in zweiter Linie friedlich demonstriert. Jahr für Jahr zum Beispiel am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, oder wie dieses Jahr zum G20-Gipfel in Hamburg.

Und wie dankt es einem die verkorkste Gesellschaft? Beschimpft (!) wird man – als Krawalltourist, Steinewerfer oder linkes Pack – und zu allem Überdruss wird man von der Polizei grundlos und über alle Maßen brutal verprügelt. Wie bereits gesagt, als waschechter Antikapitalist hat man es wirklich nicht leicht. Aber irgendjemand muss den Job ja schließlich machen.

#WelcomeToHell

Seit gestern lese ich häufig im Netz, bei einem Namen wie #WelcomeToHell wüsste man ja bereits im Vorfeld, was einen zu erwarten habe. Doch das ist natürlich totaler Bullshit. Nur in euren indoktrinierten Köpfen klingt das nach Gewalt, Ausschreitungen und Chaos.

Ja, fairerweise will ich zugegeben, auch ich habe vom Mythos, dass es den ein oder anderen Querschläger geben soll, der nur zum Randalieren erscheint, gehört. Doch in aller Regel geht die Gewalt von der Polizei aus. Das weiß doch jedes Kind! Das bestätigen sogar Journalisten vom NDR.

Horrorgeschichten von blutdurstigen Polizisten, die grundlos auf friedliche Demonstranten mit Gänseblümchen in den Händen losgehen, machen die Runde. Niemand hat mit ausgestrecktem Mittelfinger Polizisten beleidigt und provoziert. Niemand hat Polizisten mit Böllern und Steinen beworfen. Es ist ja allgemein bekannt, dass Bullen ohnehin nur auf die nächste Demonstration oder das nächste Fußballspiel hinfiebern, um mal endlich wieder Macht zu demonstrieren. Warum sonst sollte man so einen Job denn machen wollen?

Und nur weil man vermummt ist, heißt das noch lange nicht, dass man gewaltbereit ist. Die Polizei verschleiert sich ja auch. Es geht hierbei selbstverständlich nicht darum, anonym zu bleiben und Ermittlungen von Straftaten zu erschweren. Man bringt sich lediglich auf Augenhöhe mit der Polizei, die sich wiederum nur vermummt, damit man im Nachhinein nicht weiß, welcher Polizist über die Stränge geschlagen hat. Und das passiert mit Sicherheit. Garantiert.

Und wie kann man sich helfen, wenn die Polizei mal wieder im Prügelmodus ist?

Feuer bekämpft man mit Feuer. Wie denn sonst? Eine andere Möglichkeit existiert da gar nicht. Wie soll man sich sonst wehren, als brennende Straßensperren zu errichten, Kartoffel- und Bengalokanonen abzufeuern, Schaufenster zu demolieren, Bonzenkarren und Mülltonnen in Brand zu setzen, mit Utensilien, die jeder friedliche Demonstrant natürlich immer zur Hand hat?

Ich meine, wer hat denn nicht immer ein paar leere Flaschen, Lappen, Benzin und Böller dabei? Es ist eine infame Unterstellung, zu behaupten, man benötige diese Dinge ausschließlich, um Krawall zu machen. Solche Anschuldigungen sind unerhört! Die Aktivisten sind gekommen, um friedlich zu demonstrieren! Vergesst das bitte nicht.

Also will ich hier keine Ausreden mehr hören! Man braucht den Fehler nicht bei den „Aktivisten“ und „Demonstranten“ zu suchen. Denn angefangen hat ja die Polizei. Also sind die auch schuld und niemand sonst. Und das rechtfertigt alles.

 

Disclaimer: Wer die Ironie hier nicht rauslesen kann, soll seinen Schulabschluss zurückgeben.

Bildquellen

menschen-personen-polizei-2460186″ von fsHH @Pixabay. Bearbeitet von Juri Kristiansen. Lizenz: CC0 1.0

[collapse]
Hilf dem Büriff und verkünde seine frohe Botschaft!
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on Google+
Google+
Email this to someone
email

Aus Gründen hier. Dein Gefährte durch Raum und Zeit. Dein Pferdefreund zum Busenstehlen. Der Büriff.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.