Ich bin doch keine halbe Portion!

Jetzt mach doch mal den Teller voll, hab ich gesagt!

»Iss, damit du groß und stark wirst!«

»Mach den Teller leer, sonst gibt’s schlechtes Wetter.«

»Nachtisch gibt’s erst, wenn du aufgegessen hast.«

Willkommen in meiner Kindheit!

Ich bin zwar nicht sonderlich stark, dafür aber relativ groß gewachsen. Für das miese Wetter in Deutschland muss ein anderer Spargeltarzan verantwortlich sein. Mich trifft hierbei sicherlich keine Schuld, denn ich habe immer artig aufgegessen und eigentlich auch immer um Nachschlag gebeten.

So ist es natürlich auch nicht sonderlich verwunderlich, dass ich ein ziemlich „guter Esser“ geworden bin. Mit ungläubigen Augen gucken mir Andere beim Vertilgen von Bergen von Speisen zu und wundern sich, dass ich nicht die Figur eines Rainer Calmunds habe. Zugegeben: Ein kleiner (vielleicht auch etwas größerer) Buddha-Bauch ist zwar schon da, was allerdings nicht an meiner Ernährung, sondern vielmehr an meiner mangelnden Bereitschaft, mit Atzen im McFit pumpen zu gehen, liegt. Aber das ist ein anderes Thema.

Ja, die sind alle für mich. Warum fragen Sie?

Heute soll es um etwas Anderes gehen, etwas viel Wichtigeres, wie ich meine. Es geht um meinen Hunger! Oder um es präzise auszudrücken: meinen Hunger, der niemals richtig gestillt wird.

Keiner is(s)t soviel wie du!

Vielleicht erkennt ihr euch ja wieder: Der Döner ist zu klein. Davon wird man nicht satt. Einer ist zu wenig, zwei sind zu viel. Was nun? Man will ja keinen halben Döner in die Tonne werfen.

Bei Subway ist selbst das große Sub für den hohlen Zahn. Ich könnte natürlich zu meinem großen Sandwich ein kleines dazu bestellen, doch dann bin ich bei Preisen angekommen, für die ich genauso gut auch ins Restaurant hätte gehen können.

Bei McDonald’s gebe ich regelmäßig etwas mehr als 10€ aus, denn der Big Mac ist zwar lecker, aber alles andere BIG. Bei IKEA kaufe ich mehr Hotdogs als meine Freundin Duftkerzen. Und wenn es Zuhause Fertigpizza gibt, dann kann ich mir zusätzlich noch ein, zwei kleine Baguettes in den Ofen schieben. Die sind zwar nicht der Brüller, aber irgendwie muss man ja schließlich satt werden.

Döner macht schöner, aber leider nicht satt.

Wie ihr seht, die Welt macht es mir nicht sonderlich leicht. Bei Takeaway-Speisen muss ich nicht nur gucken, worauf ich Lust habe, sondern auch, was meinen zugegebenermaßen großen Hunger stillen könnte. Das kann in der Regel nur der Asia-Glutamat-Lieferdienst. Aber ehrlich gesagt, haut der mich nicht wirklich vom Hocker.

Ich bestelle…

… einen Big Mac oder Big King, der wieder BIG ist. Subway, führt doch endlich mal das XXL-Sub (mindestens 45cm!) ein. Liebe Dönermänner, ich bitte um die flächendeckende Einführung des Jumbo-Döners, der die Größe eines halben Fladens hat, so wie ich ihn vielerorts im Dönerparadies Nordrhein-Westfalen bekomme. Und Dr. Oetker, macht doch mal eine Fertigpizza, die mal zwei, drei Finger mehr Radius hat als diese Piccolinis, die ihr als „Pizza“ verkauft.

WO, HABE ICH GEFRAGT!?!

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich erbitte 20% mehr! So eine richtige Männerportion (#AUFSCHREI), sodass ich und meine Leidgenossen mal endlich satt werden können. Denn ich glaube, es gibt nicht gerade wenige wie mich.

Und dafür zahle ich auch natürlich auch gerne mehr. Das ist kein Aufruf, der den Geist von „Geiz ist geil“ inne hat. Ich möchte lediglich satt werden. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Bildquellen: „mcdonalds-ronald-joker-heath-ledger-2227657“ von Rudy and Peter Skitterians @Pixabay. Bearbeitet von Juri Kristiansen. Lizenz: CC0 1.0 // „pizzaschachteln-schachteln-358029“ von Hans Braxmeier @Pixabay. Lizenz: CC0 1.0 // „döner-kebap-türkische-spezialität-1753615“ von Hannes Edinger @Pixabay. Lizenz: CC0 1.0 // „mehr-anmelden-jahrgang-schrottplatz-2553134“ von SandraJ-Wa @Pixabay. Lizenz: CC0 1.0

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