Juris Gesetz: Teil 2

Lesen, merken und umsetzen, damit dieser frevelhafte Schabernack ein Ende hat!

Dieser Tage wird gesoffen, gepöbelt, gegrölt und der freien Liebe gefrönt. Nein, meine lieben Leser, ich berichte nicht live aus Sodom und Gomorrha, sondern aus dem Rheinland, wo dieses Wochenende Karneval gefeiert wird.

Geh doch zu Hause, du alte Scheiße!

Und da ich, wie ihr wisst, meinen Bildungsauftrag immens ernst nehme, sehe ich mich dazu gezwungen, heute den Spielverderber zu mimen. Schließlich muss ja einer für Sitte und Anstand sorgen. Wer, wenn nicht ich?

Daher kriegt ihr jetzt, im folgenden Beitrag, zehn weitere meiner Gesetzte verkündet, damit dieser frevelhafte Schabernack ein Ende hat. Falls du die ersten zwanzig noch nicht gelesen hast, dann solltest du das unbedingt nachholen!

21. Richtig sitt sein!

Ganz gleich, wie durstig du auch gewesen sein magst, wir stöhnen nach dem ersten großen Schluck kein lautes »Aaaahhhhh!!!«, um zu zeigen, wie erfrischt wir doch sind. Das macht man nicht. Also lass es sein!

Außer du willst danach dein eigenes Blut trinken müssen. Dann ist das wiederum okay.

22. Aus Liebe zur Rechtschreibung

Schicke jedem, der „seit“ und „seid“ nicht auseinanderhalten kann, den Link zu seitseid.de. Dabei gibt es keine Ausnahmen! Selbst dein Chef oder dein Schwarm, mit dem du auf WhatsApp chattest, sollen nicht dumm sterben.

Bedenke: Rechtschreibung ist keine Interpretationssache!

23. Aus Liebe zur Grammatik

Es ist deine Bürgerpflicht sogenannte „als/wie-Fehler“ zu korrigieren – selbst auf dem Sterbebett!

Negativbeispiele:

  1. Mein Penis ist größer wie der Kölner Dom!
    • Korrektur: als
    • Anmerkung: Vergleich vielleicht ein wenig zu gewagt
  2. Ich bin schon viel länger in Deutschland als wie du!
    • Korrektur: Die Kombi aus „als“ und „wie“ gibt es nicht!
    • Anmerkung: Bitte hör auf, Deutschland retten zu wollen!

24. Auffällig unauffällig

Tarnfarben (Camouflage) können im Busch oder in der Wüste durchaus sinnvoll sein, um vom Feind nicht so leicht entdeckt zu werden. Gehst du allerdings in deiner Bundeswahr-Tarnhose ins Einkaufszentrum oder auf eine Party erzielst du einen gegenteiligen Effekt. Du fällst nicht nur auf wie ein bunter Hund, du siehst auch genauso cool aus.

Merke: Sofern du nicht als die „Ein-Mann-Armee“ bekannt bist, auf einer streng geheimen Mission unterwegs bist oder auf den Namen John Rambo hörst, solltest du Camouflage aus deinem Kleiderschrank verbannen.

25. Alles eine Frage der Geometrie

Allgemein gibt es sehr wenig gute Gründe, warum du eine Kappe tragen solltest. Aber ja, vielleicht bist du Baseballspieler oder glatzköpfig, möglicherweise willst du auch nur nicht mit einem Abiturienten verwechselt werden. Das Tragen eines sogenannten „Cappies“ kann da natürlich ein probates Mittel sein. Ein Bierdosenhelm würde es aber auch tun.

Sollte ein Mann so aussehen?

Wie dem auch sei: Du wirst deine Gründe haben, weswegen du die drei folgenden Trage-Richtlinien beachten solltest:

  1. Hierfür zitiere ich aus dem Bro Code (Artikel 24): »Wenn ein Bro eine Baseballkappe trägt, muss er den Schild entweder exakt nach vorn oder exakt nach hinten ausrichten. Alle anderen Winkel sind Rappern oder Behinderten vorbehalten.«
  2. Der Schild ist zu biegen!
    • Faustregel: Je gerader der Schild, desto niedriger der Schulabschluss.
  3. Der Haaransatz liegt beim Tragen des Cappies nicht frei!

26. Alles Pipifax!

Stell dir mal vor, John McClane aus Stirb Langsam hätte, nachdem er den Nakatomi Plaza in die Luft gejagt und Hans Gruber aus dem 32. Stockwerk geworfen hat, gesagt, dass er jetzt erstmal so richtig dringend Pipi muss. Es hätte niemals Stirb Langsam II oder den noch besseren Stirb Langsam: Jetzt erst recht gegeben.

Also merke: Ein (echter) Mann geht urinieren, pissen, pinkeln, schiffen und und und, jedoch niemals Pipi!

Und nein, er geht auch nicht Kaka oder Bällchen machen – bevor die Frage jetzt aufkommt.

27. Strippen daheim, lass das sein!

Der Beruf des Strippers bzw. der Stripperin (oder für meine links/grünen Leser: Strippex) ist ein ehrenwerter und anspruchsvoller Beruf, der gelernt sein will. Zerstöre nicht dein Sexleben oder deine Ehe, nur weil du unüberlegt etwas Neues ausprobieren möchtest. Es gibt Alternativen!

Es wird nie so aussehen, wie du es dir vorstellst. Tu’s nicht!

Für Rückfragen dürft ihr mich gerne kontaktieren. Ich bin ein Connaisseur der zwischenmenschlichen Liebe und gebe mein Wissen selbstredend gerne weiter.

28. Steilvorlage bitte nicht nutzen!

Kommt euch Folgendes bekannt vor?

»Kann ich gerade mal vorbei?«
»Ich weiß nicht, ob du kannst!«

»Aber du darfst…«

Wie soll ich es ausdrücken? Einfach nein! Das ist nicht lustig. Das war noch nie lustig. Das wird niemals lustig sein.

29. Nicht räuspern!

Räuspern ist kontraproduktiv, weswegen du eher husten solltest!

Wissen: Beim Räuspern schlagen die Stimmbänder aufeinander, wodurch sich deine Stimmprobleme weiter verschlimmern werden.

30. iDeutsch

Es steht dir nicht zu, die wunderschöne deutsche Sprache zu vergewaltigen, indem du die „i-Endung“ auf bereits feststehende Begriffe anwendest!

Nur ein Behindi würde Dinge wie „Brudi“, „Diggi“ oder „sichi“ sagen. Unterlasse dies!

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Aus Gründen hier. Dein Gefährte durch Raum und Zeit. Dein Pferdefreund zum Busenstehlen. Der Büriff.

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