Juris Serien-Ranking 2019: Teil 4

Heute geht es mit den Plätzen 25 - 21 meines Serien-Rankings weiter.

In meinem letzten Beitrag habe ich euch die Ränge 30 – 26 verraten. Heute geht es mit den Plätzen 25 – 21 meines Serien-Rankings weiter.

Platz 25: Rick & Morty (adult swim, 2013 – heute)

Ich gehe mal davon aus, dass den meisten von euch Rick & Morty eine Spur zu drüber sein sollte, denn so genial und einfallsreich die Serie auch sein mag, so schräg und obszön ist sie zugleich.

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Daher: Wer bei South Park oder Family Guy wegschaltet, braucht Rick & Morty ebenso nicht zu gucken. Alle Anderen jedoch sollten sich „Doc Brown und Marty McFly auf Crack“ auf keinen Fall entgehen lassen, da es sich in meinen Augen um den wohlmöglich besten Vertreter des Genres handelt.

Rick & Morty ist nämlich keine dieser typischen Zeichentrick-Produktionen für Erwachsene, welche im Grunde genommen nichts Weiteres können, außer plump zu polarisieren (z.B. American Dad oder Drawn Together), sondern tatsächlich eine Serie, die spektakulär anders ist und die letzten 30 Jahre Popkultur verdammt gekonnt auf die Schippe nimmt.

Meine Wertung: 4/5 Sternen; für Kenner: 7/9
(Season 4 nicht inbegriffen, da ich diese noch nicht gesehen habe!)

Wertung im Detail

S01: 4,5/5 Sternen; für Kenner: 8/9
S02: 4/5 Sternen; für Kenner: 7/9
S03: 3,5/5 Sternen; für Kenner: 6/9
S04: ???
Gesamt: 4/5 Sternen; für Kenner: 7/9

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Platz 24: Chernobyl (HBO & Sky, 2019)

Von der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl habt ihr sicher schon mal etwas gehört. Doch was genau ist am 26. April 1986 im Kernkraft der Stadt Prypjat passiert? War es ein technischer Defekt oder doch menschliches Versagen? Hätte man das Unglück verhindern können oder ist die Welt vielleicht sogar mit einem blauen Auge davon gekommen?

Die Miniserie Chernobyl liefert euch einige Antworten auf diese Fragen.

Chernobyl ist ein atmosphärisches Meisterwerk, welches überdies zum Nachdenken animiert. Großartig produziert, erstklassig besetzt, authentisch und enorm beklemmend.

Einziger Minuspunkt: Das träge Erzähltempo. Hier und da hätte es mit Sicherheit ein wenig flotter vorangehen können.

Mein ausführliches Review zur Miniserie kriegst du hier.

Meine Wertung: 4,5/5 Sternen; für Kenner: 8/9

Platz 23: Bodyguard (Netflix, 2018)

Der traumatisierte Kriegsveteran David Budd, welcher nun Karriere bei der Londoner Polizei macht, kann auf einer Privatreise einen Selbstmordanschlag gerade so noch verhindern. Sein Heldenmut bleibt natürlich nicht unbemerkt, weswegen er stehenden Fußes zum Personenschützer der Innenministerin Julia Montague befördert wird. Ein Karrieresprung mit faden Beigeschmack: Immerhin steht die bissige Politikern für nahezu alles, was David seit seiner Zeit in Afghanistan an England verachtet.

Was ein Start! Mein Puls war gefühlt bei 120. Besser kann eine Serie gar nicht beginnen. Wirklich top, was Bodyguard da in den ersten 30 Minuten abliefert.

Und auch bei dem, was folgt, kommt Freude auf, denn die BBC-Produktion weiß nicht nur mittels packender Action zu überzeugen, auch erzählerisch kann sich die Miniserie durchaus sehen lassen. Ein Spagat, der den meisten Filmen/Serien dieses Genres meiner Meinung nach viel zu selten gelingt.

Der König des Nordens ist back!

Ob es, wie ursprünglich geplant, bei einer Miniserie bzw. den sechs Episoden bleibt oder Bodyguard doch noch um eine zweite Staffel verlängert wird, steht bis dato noch in den Sternen.

Ich persönlich würde es ja sehr begrüßen, wenn es weitergehen würde, da ich der Meinung bin, dass die Serie auf lange Sicht das Potenzial hat, die große Action-Lücke zu schließen, die Kiefer Sutherlands 24 hinterlassen hat.

Meine Wertung: 4,5/5 Sternen; für Kenner: 8/9

Platz 22: Gotham (FOX, 2014 – 2019)

Gotham steckt tief und fest im Würgegriff der Korruption und Kriminalität: Don Falcone kontrolliert die Stadt und zieht in der Unterwelt die Strippen, während Fish Mooney heimlich am Thron des alternden Gangsterbosses am sägen ist. Und da wäre noch dieser Oswald Cobblepott: ein kleiner, unbedeutender Wicht, der ungehindert ein intrigantes Spiel zu spielen scheint. Doch was soll so ein Niemand – dieser Pinguin! – schon anstellen?!

Sei’s drum: Irgendwer muss sie alle aufhalten! Gotham braucht einen Helden. Und falls es keinen Helden braucht, dann zumindest einen dunklen Rächer. GOTHAM BRAUCHT BATMAN!!!

You called me?

Blöd nur, dass Batman alias Bruce Wayne gegenwärtig erst 14 Jahre alt ist und gerade damit beschäftigt ist, die Ermordung seiner Eltern zu verarbeiten. Somit müssen wir uns vorerst mit jemand Anderen begnügen. Um genau zu sein: Commissionar – ich korrigiere! – Detective James Gordon, der im Fokus von Gothams Handlung steht.

Nein, Bruce, geh spielen!

Respekt an FOX, denn mit Gotham ist dem US-Sender eine hervorragende Neuinterpretation gelungen! Die Serie spiegelt Gothams dunklen wie auch dreckigen Charme perfekt wieder und für eingefleischte Fans gibt es Eastereggs Loch und Löcher. Wir werden beispielsweise mit unzählig vielen späteren Schurken konfrontiert. So lernen wir bereits in Staffel 1 Catwoman, Poison Ivy oder Scarecrow kennen. Top! Da kommt Freude auf.

Und auch der Cast lässt nicht zu wünschen übrig: Beispielsweise wird Detective Gordon von Benjamin McKenzie (O.C. California) gespielt und Fish Mooney wird von niemand Geringerem als Jada Pinkett Smith (Matrix bzw. Will Smiths Ehefrau) verkörpert.

Das einzig Negative, was sich Gotham gefallen lassen muss, ist, dass die Serie ab und an ein wenig albern wirkt. Das hält sich zwar meistens in Grenzen, doch ich will ehrlich sein: In Season 2 habe ich schon ein, zwei mal überlegt, ob ich den falschen Sender eingeschaltet habe. Super RTL und Toggo lassen grüßen!

Lange Rede, kurzer Sinn: Gotham ist für jeden Batman-Fan Pflicht! Doch spätestens seitdem sowohl meine Ex-Freundin als auch meine 40-jährige Schwester der Serie hoffnungslos verfallen sind, weiß ich, dass auch „Nicht-Comic-Fans“ ihren Spaß mit der Serie haben können.

Meine Wertung: 4/5 Sternen; für Kenner: 7/9
(Season 5 nicht inbegriffen, da ich diese noch nicht gesehen habe!)

Wertung im Detail

S01: 4,5/5 Sternen; für Kenner: 8/9
S02: 2,5/5 Sternen; für Kenner: 4/9
S03: 4,5/5 Sternen; für Kenner: 8/9
S04: 4/5 Sternen; für Kenner: 7/9
S05: ???
Gesamt: 4/5 Sternen; für Kenner: 7/9

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Platz 21: Into the Badlands (AMC, 2015 – 2019)

Into the Badlands ist ein absolutes Unikat! Verdammt ästhetische Martial-Arts-Kloppereien in Steam-Punk-Optik in einer Welt lange nach unserer Zeit. Oder wie ich es nenne: Geil! Geil! Geil!

Denn in dieser fernen Zukunft sind Schusswaffen und andere ehrlose Formen des Kampfes seit etlichen Jahren verboten, da man sich in der Vergangenheit (während der großen Kriege) quasi in die Steinzeit zurückgebombt hat. So werden die Badlands – ein Gebiet, welches in acht Königreiche unterteilt ist – nun von den sogenannten Baronen regiert, welche das einfache Volk versklaven und ihre Macht mittels erschreckend großer Armeen aufrecht erhalten. Darüber hinaus verfügt ein jeder Baron über einen Regent (so etwas wie die rechte Hand) und eine Elitegarde namens Clipper.

Sunny: Der Badass #1 der Badlands.

Der Protagonist von Into the Badlands ist der extrem gefürchtete Clipper und Regent Sunny, welcher seinem Baron Quinn treu ergeben ist. Sunny erinnert sich nur bruchstückhaft an sein Leben vor Quinn, welcher ihn bereits als Kind unter seine Fittiche genommen hat. Doch als der Clipper eher zufällig den jungen MK kennenlernt, der eine dunkle Gabe zu besitzen scheint, beginnt Sunny seine Vergangenheit wie auch die Motive seines Barons in Frage zu stellen.

Kurz und knapp: Into the Badlands ist für jeden etwas, der sich für Action oder Martial Arts begeistern kann.

Die Serie sieht (wie für AMC typisch) hervorragend aus, die Geschichte ist für das Genre ungewöhnlich komplex und abwechslungsreich. Größtes Plus bleiben allerdings die gezeigten Kämpfe. Insbesondere der Hauptdarsteller, Daniel Wu, lässt das Verdreschen von Menschen wie Kunst erscheinen. So etwas ist man eigentlich nur von Jet Li (Romeo must die, The One) gewohnt.

Meine Wertung: 4/5 Sternen; für Kenner: 7/9

Wertung im Detail

S01: 5/5 Sternen; für Kenner: 9/9
S02: 3,5/5 Sternen; für Kenner: 6/9
S03: 4/5 Sternen; für Kenner: 7/9
Gesamt: 4/5 Sternen; für Kenner: 7/9

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Die Tage geht’s weiter!

Nach dem Jahreswechsel hatte ich so einiges zu tun, weswegen ich mir ungewollt mal eine Pause gönnen müsste. Doch nun scheint sich die Lage wieder etwas zu entspannen, weswegen ich zuversichtlich bin, dass der nächste Teil (mit den Plätzen 20 – 16) relativ fix folgen müsste.

Wer inzwischen den Überblick verloren haben sollte, kann sich hier die Übersicht des Rankings anschauen: KLICK MICH!

Bildquellen

„The desert is full of dangerous things.“ von ActionVance @Unsplash. Bearbeitet von Juri Kristiansen. Lizenz: Unsplash Lizenz

„Rick and Morty – Where is….well Rick and Morty?“ von Graham of the Wheels @Flickr. Lizenz: CC BY 2.0

„Rob Stark Game of Thrones“ von Chris/dcnerd @Flickr. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

„batman-dc-gerechtigkeit-liga-dunkel-3708140“ von Mike Perron @Pixabay. Lizenz: CC0 1.0

„batman-kostüm-kind-jung-halloween-1126127“ von April Bryant @Pixabay. Lizenz: CC0 1.0

„Daniel Wu as Sunny – Into the Badlands _ Season 2, Episode 10“ von Antony Platt/AMC @Amazon Newsroom. Lizenz: © 2017 AMC Networks Inc (Nutzungserlaubnis erteilt durch Amazon)

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