Juris Serien-Ranking Herbst 2018 (Teil 1)

Die Herbstausgabe meines Serien-Rankings ist da! Heute: Platz 33 - 29

Serienjunkies kennen das Problem: Es gibt so viele Serien, jedoch viel zu wenig Zeit, sich alle anzuschauen. Umso schöner, wenn man jemanden kennt, der gefühlt so ziemlich alle schon gesehen hat. Man holt sich ein paar Tipps ab und kann sich dementsprechend die sprichwörtlichen Rosinen aus dem Serienkuchen picken.

Nach der Serie ist vor der Serie. Aber welche?!?

In meinem Bekanntenkreis bin in aller Regel ich derjenige, der sich freiwillig für die Anderen zum Versuchskaninchen macht. So komme ich bereits auf 9 Monate und 9 Tage, die ich bis dato in das Anschauen von Serien investiert habe.

Juris Serienranking

Doch warum ausschließlich im Freundes- und Bekanntenkreis helfen, wenn man durch das Netz die Möglichkeit bekommt, so viele mehr zu erreichen?

Deshalb werde ich von nun an halbjährlich „Juris Serien-Ranking“ veröffentlichen. Eine Liste, die ich euch helfen soll, Griffe ins Klo zukünftig zu vermeiden. Meine Mission: Ihr sollt euch im Bestfall nur noch Top-Serien anschauen!

Um dieses hochgesteckte Ziel bestmöglich zu erreichen, sind die folgenden Faktoren von immenser Bedeutung:

  1. Aktualität: Denn was bringt es mir, euch eine Serie nahezulegen, die mich vor zehn Jahren völlig vom Hocker gehauen hat, heute allerdings nicht mehr als Augenkrebs verursacht?
  2. Mitten in einer Staffel, kann man diese nicht bewerten. Ergo: Meine Wertung bezieht sich auf den Zeitpunkt des letzten Mid-Season- oder Staffelfinales.
  3. Ich kann logischerweise ausschließlich Serien ins Ranking aufnehmen, die ich auch tatsächlich gesehen habe. Auf Verdacht empfehle ich nämlich gar nichts!
  4. Eine Liste von Produktionen, die mir meiner Meinung nach noch fehlen, findet ihr hier: Klick mich, bitte! Dort könnt ihr auch abstimmen, welche meine nächste Serie sein soll.

Lange Rede, kurzer Sinn: Legen wir los mit den Plätzen 33 bis 29! Eine komplette Übersicht des Rankings findet ihr übrigens hier: Klick mich!

Platz 33: Stromberg (ProSieben, 2004 – 2012)

Bernd Stromberg: Entweder man liebt ihn oder hasst ihn! Das Gleiche gilt auch für ProSiebens The Office-Klon, der zugegebenermaßen inzwischen etwas in die Jahre gekommen ist; was ich allerdings in diesem Fall gar nicht mal so schlimm finde, denn es handelt sich hierbei um eine Mockumentary. Sie soll also, dem Genre entsprechend, möglichst authentisch respektive unprofessionell aussehen.

Stromberg wird mit Sicherheit nicht jedermanns Sache sein, doch ich meine, sowohl Bürostuhlakrobaten als auch – ich zitiere – „Aktenmongos“ werden die Geschehnisse in der Capitol Versicherung verblüffend an ihren eigenen Berufsalltag erinnern. Keine andere Serie parodiert das Arbeitsleben im Großraumbüro so gut wie Stromberg es tut!

Darüber hinaus liefert „Lurchi“ ein Feuerwerk der Sprüche ab, das seines Gleichen sucht: Äußerungen wie »Ich bin eine Mischung aus jung und erfahren, so etwas findet man ja sonst nur auf dem Straßenstrich.« oder »Behinderte Delfine kommen zu mir, um mit mir zu schwimmen!« sind das täglich Brot des in der Midlife-Crisis steckenden Abteilungsleiters, welcher aufgrund seiner Eskapaden immer kurz vorm Rausschmiss steht.

Platz 32: House of Saddam (BBC, 2008)

In BBCs Miniserie begleiten wir Saddam Hussein von seinem politischen Aufstieg bis zum Ende seiner Regentschaft, wobei sich jede Episode einem anderen Jahrzehnt widmet.

Da ich persönlich nur ein rudimentäres Wissen über sein Leben oder sein Umfeld hatte, empfand ich House of Saddam als enorm spannend sowie immens lehrreich. Sicherlich braucht man Action oder überraschende Wendungen bei dieser Art von Serie nicht zu erwarten, allerdings glaube ich, dass politisch Interessierte hier definitiv auf ihre Kosten kommen werden.

Platz 31: Sneaky Pete (Amazon, 2015 – heute)

Der skrupellose Gangster Vince (Bryan Cranston; Breaking Bad) will sein Geld zurück und um dieses aufzutreiben, muss der frisch aus der Haft entlassende Trickbetrüger Marius (Giovanni Ribisi; Ted) sofort wieder da weiter machen, wo er aufgehört hat. Er nimmt die Identität seines Zellengenossen Pete an, dessen Familie im Kautionsgeschäft tätig ist, da er dort die einzige Chance sieht, schnellstmöglich seine Schuld zu begleichen und seinen Bruder, den Vince als Geisel hält, auszulösen. Ein guter Plan?

Sneaky Pete bringt alles mit, was eine Top-Serie so braucht: Amazon-typisch gut produziert, eine solide Storyline, authentische Charaktere und einen namhaften Cast. Wirklich großartig!!!

Warum dann nur Platz 31? Ganz einfach: Die Geschichte braucht leider ungewöhnlich lang, um so richtig in die Gänge zu kommen. Darüber hinaus empfinde ich den ein oder anderen Nebencharakter (Carly!!!) als wirklich anstrengend.

Wenn man allerdings diese Phase hinter sich hat, dann geht’s so richtig ab! Dann kann man auch nicht mehr aufhören, weiterzugucken. Insbesondere in den Momenten, in denen Marius die aussichtslosesten Hürden mittels irgendwelcher genialen Trickbetrügernummern meistert, glänzt die Serie am meisten.

Wie bereits erwähnt: Der Cast kann sich sehen lassen.

Fazit: Wer ein Herz für geniale Coups hat und etwas mit Filmen wie Ocean’s Eleven, The Italian Job oder Tricks anfangen kann, kommt an Sneaky Pete nicht vorbei!

Platz 30: Marvel’s Daredevil (Netflix, 2015 – heute)

Wenn wir an coole Superhelden denken, denken die meisten hauptsächlich an Spider Man, Batman oder Superman. Matt Murdock, der blinde Rechtsanwalt, welcher nachts als Daredevil den Verbrechern von Hell’s Kitchen das Fürchten lehrt, erfreute sich hingegen bislang keiner sonderlichen großen Beliebtheit. Das sollte sich spätestens seit der Netflix-Adaption geändert haben.

Denn die Serie ist überraschenderweise erfrischend anders! Völlig konträr zum bunten, knalligen Marvel-Universum wirkt Daredevil sehr düster und „erwachsen“, was die Serie auch für Nicht-Comicfans sehenswert werden lässt. Dabei erinnert sie eher an Christopher Nolan’s Batman-Trilogie als an Ben Afflecks trashiges Treiben rund um die Jahrtausendwende.

Matt Murdoch kämpft auch nicht gegen verdammte Riesenechsen oder verrückte Wissenschaftler, sondern gegen eine Handvoll skrupelloser Kartelle, die Hell’s Kitchen unter sich aufgeteilt haben; an der Spitze Wilson Fisk alias „der Kingpin“. Insbesondere Matts Antagonist verleiht der Serie eine ungewöhnliche Tiefe und ist klasse in Szene gesetzt.

Tschüss, bunte Comicwelt! Daredevil ist nun erwachsen.

Doch so gerne ich Daredevil noch weiter in den Himmel loben würde, so gibt es dennoch Gründe, warum nicht mehr als Platz 30 drin war: Das liegt zum einem an dem teils zähen Erzähltempo, zum anderen aber auch daran, dass wir es ab Staffel 2 so langsam mit dem üblichen Marvel-Spökes zu tun bekommen; in Form der Geheimgesellschaft „Die Hand“.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll? Echte Gangster, wie in Season 1, finde ich persönlich ja besser. Aber ich kann euch beruhigen: Nach wie vor kriegen wir auch in der zweiten Staffel keine schrillen Superschurken oder Mutanten zu sehen. Das gibt Hoffnung! Also warten wir mal Staffel 3 ab.

Platz 29: The Following (FOX, 2013 – 2015)

Schon scheiße, wenn es ein Serienkiller auf dich abgesehen hat. Jedoch noch beschissener, wenn dieser Psychopath obendrein einen Kult um seine Person ins Leben gerufen hat, dessen Mitglieder bereit sind, für ihren Anführer zu morden wie auch zu sterben.

Der ehemalige FBI-Agent Ryan Hardy (Kevin Bacon) hat genau dieses Problem. Denn obschon er den charismatischen, doch erfolglosen Schriftsteller Joe Carroll (James Purefoy) hinter Schloss und Riegel gebracht hat, lässt sich der verurteilte Mörder nicht davon abhalten, sein größtes Werk noch zu beenden. Welche Rolle hat Ryan in Joes neuster Geschichte? Und noch viel wichtiger: Ist es ihm möglich, Joe wie auch seine Anhänger aufhalten?

Ursprünglich hatte The Following das Potenzial ganz oben mitzuspielen: Die Serie ist düster, spannend, unvorhersehbar, intelligent und die einzelnen Hauptdarsteller glänzen in ihren Rollen. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass The Followings Joe Carroll der Hannibal Lecter des neuen Jahrtausends ist! Das war nämlich verdammt fesselnd und hat wirklich extrem viel Spaß gemacht.

Leider folgte, wie so häufig, auf die grandiose erste Staffel eine zweite, die ihre Längen hatte und nicht mehr wirklich an die Genialität der ersten anknüpfen konnte. Die finale Season 3 hat diesen Scherbenhaufen zwar wieder gekonnt zusammengefügt, trotzdem reicht es aufgrund des Durchhängers lediglich zu Platz 30.

Nichtsdestotrotz handelt sich bei The Following um eine mehr als sehenswerte Serie. Doch bei der Qualität der einzelnen Serien in diesem Ranking, muss ich auf einem verdammt hohen Niveau jammern, um die beste zu ermitteln.

Die Tage geht’s weiter!

Nachdem ihr erfahren habt, was Juris Serien-Ranking ist und wie bewertet wird, stehen nun Platz 33 bis 29 fest. Seid gespannt, wie es weitergeht!

Link zum kompletten Ranking: Klick mich!

Link zu den Serien, die mir meiner Meinung nach fehlen: Klick mich!

Bildquellen

„netflix-filme-youtube-digital-3733812“ von Andrés Rodríguez @Pixabay. Bearbeitet von Juri Kristiansen. Lizenz: CC0 1.0

„tafel-schule-alsbald-bald-gleich-1647323“ von Gerd Altmann @Pixabay. Lizenz: CC0 1.0

„SNEAKY #109_0389.CR2“ von Pressekit @Amazon Newsroom. Lizenz: © 2017 Amazon.com Inc., or its affiliates.jpeg (Nutzungserlaubnis erteilt durch Amazon)

„superhelden-superkraft-wonder-woman-2104643“ von Christian Dorn @Pixabay. Lizenz: CC0 1.0

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