Juris Serien-Ranking Herbst 2018 (Teil 2)

Und es geht weiter! Heute mit Platz 28 - 21.

Neulich habe ich euch mein Serien-Ranking vorgestellt und die Plätze 33 – 29 verraten. Heute geht’s mit den Rängen 28 – 21 weiter. Einen Überblick der Rangliste findet ihr u.a. hier: Klick mich!

Platz 28: Scrubs (ABC, 2001 – 2010)

Nicht nur Lebensmittel haben ein MHD, sondern auch Serien. Und halten sich Science Fiction-Produktionen aufgrund der vielen Effekte eher kurz, haben Sitcoms eine deutlich längere Halbwertszeit. So kämen heute nur die Wenigsten auf die Idee, sich Outer Limits oder Time Trax zu Gemüte zu führen, wohingegen die Simpsons oder auch Scrubs nach wie vor genauso viel Spaß machen wie früher.

Aus diesem Grunde habe ich mich dazu entschieden, Scrubs – trotz des angesetzten Staubs – in das Ranking aufzunehmen; aber nicht ohne die Serie abzuwerten. Denn man kann einfach nicht leugnen, dass das „Sacred Heart“ nun mal nicht mehr sonderlich zeitgemäß aussieht und eine Episode, in welcher ein Pager im Zentrum des Geschehens steht, nichts Weiteres als Fragezeichen in den Köpfen jüngerer Zuschauer hinterlässt.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Scrubs in meinen Augen um eins der witzigsten Comedy-Formate aller Zeiten. Alles natürlich reine Geschmacksache. Doch mich persönlich bringt kaum etwas auf der Welt so sehr zum Lachen wie Dr. Cox, Bob Kelso oder Hausmeister.

Kleine Info zum Schluss: Meines Erachtens müsst ihr die letzte Staffel nicht schauen. Die eigentliche Handlung ist nämlich mit dem Ende der Season 8 erzählt.

Platz 27: The Big Bang Theory (CBS, 2007 – heute)

Jahrelang habe ich mich geweigert der Nerd-Clique rund um Sheldon, Leonard und Co. eine Chance zu geben. Heute bin ich froh, dass ich es dann doch noch getan habe.

Auf der einen Seite empfinde ich den Humor zwar als ein wenig flach und – ehrlich gesagt – bleiben bei mir die großen Lacher aus, doch die unzähligen Running Gags und Insider-Witze machen das wieder wett. Somit halte ich „The Big Bang“ für keine Serie, die man mal zwischendurch auf ProSieben einschalten sollte, sondern eher für eine, bei der man im Idealfall von Anfang an mit dabei ist.

Big Bang macht Spaß! Aber nur von Anfang an.

Auch hier betone ich, wie bei allen anderen Comedy-Produktionen: Alles eine Frage des Geschmacks! Der eine liebt es, der andere hasst es. Ich für meinen Teil habe – trotz inzwischen zehn Staffeln! – jedenfalls mit The Big Bang Theory meinen Spaß, bin aber auch der Meinung, dass man so langsam mal zum Ende kommen könnte.

Platz 26: Billions (Showtime, 2016 – heute)

Wenn zwei Sturköpfe aneinander geraten, wird es nicht selten ungemütlich. Doch handelt es bei diesen beiden um den reichsten Narzissten der Welt und den verbissensten Staatsanwalt, den New York wahrscheinlich je gesehen hat, wirkt Nagasaki im Vergleich zu dieser Fehde wie ein kleines Feuerwerk.

Billions ist nämlich nicht – wie viele befürchten – eine trockene Finanz-Serie, welche die dunklen Geheimnisse der Wall Street offenbart. Billions ist viel mehr die blanke Zurschaustellung eines Kleinkriegs zweier Männer, welcher aufgrund nahezu unendlicher Ressourcen völlig ausartet. Und wenn nicht gerade gezeigt wird, wie sich Bobby „Axe“ Axelrod und Chuck Rhoades das Leben gegenseitig zur Hölle machen, begleiten wir den ein oder anderen Nebencharakter durch die Finanzwelt New Yorks.

Schön dabei: Man muss weder einen Master in BWL haben noch täglich das Handelsblatt lesen. Man belässt es bei den Basics. Da kommt also jeder mit. Noch schöner: Billions hat richtig gute Nebendarsteller, welche streckenweise sogar mehr Freude bereiten als es die beiden hervorragenden Protagonisten tun – allem voran Wags und Taylor.

So phänomenal das alles auch klingen mag, so muss sich Billions dennoch Kritik gefallen lassen: Wie für Showtime-Produktionen typisch (z.B. Mad Men oder Homeland), ist das Erzähltempo nicht das zügigste. Ferner tue ich mich mit der zweiten der bislang drei Staffeln schwer, welche ihre Längen hat und lediglich auf das krachende Finale baut. Erfreulicherweise wiederholt Season 3 diesen Fehler nicht.

Zusammengefasst: Richtig gute Serie, welche hier und da ein wenig mehr Tempo vertragen könnte. Geht’s wie in Staffel 3 weiter, wird es auch im Ranking weiter nach oben gehen.

Platz 25: Weinberg (TNT Serie, 2015)

Wie ich bereits in meinem Beitrag „Auch wir können Serien“ geschrieben habe, sind Produktionen „Made in Germany“ schwer im kommen. Dabei habe ich euch u.a. die Serie Weinberg vorgestellt, welche folgerichtig auch in mein Ranking einziehen muss.

Nicht nur, dass die sechsteilige Miniserie mit einer verdammt cleveren Geschichte punktet, so ist die TNT-Produktion zugleich in puncto Atmosphäre und Authentizität auf einem Spitzenniveau unterwegs.

Einzig der etwas unbeholfene Start in das Abenteuer des erinnerungslosen Unbekannten, welcher auf eine archaisch anmutende Dorfgemeinschaft stößt, gibt Abzüge in der B-Note.

Platz 24: The Night Of (HBO, 2016)

Und es geht gleich mit der nächsten Miniserie weiter: Jetzt mit HBOs The Night Of, in welcher der pakistanisch-amerikanische Student, Naz Khan, in die Mühlen der amerikanischen Justiz gerät.

Wer nun befürchtet, ein weiteres von vielen „Der weiße Mann ist zu allen ungerecht“-Dramen präsentiert zu bekommen, den kann ich beruhigen: Auf soziale Ungleichheiten, die ich nicht kleinreden möchte und definitiv real sind, wird nur am Rande eingegangen. Viel mehr steht das amerikanische Rechtssystem im Fokus der Serienmacher und welche Auswirkungen dieses auf den Angeklagten sowie dessen Familie hat.

Wer mal etwas zum Nachdenken haben möchte, ist mit The Night Of sehr gut beraten.

Platz 23: Dark (Netflix, 2017 – heute)

Nicht nur Weinberg, sondern auch Dark habe ich euch in meinem Beitrag „Auch wir können Serien“ bereits nahegelegt. Denn die erste deutsche Serie aus dem Hause Netflix ist spannend, mitreißend und enorm schön in Szene gesetzt.

Denkt man anfangs noch, man hat es mit einem typischen 0-8-15-Kleinstadtkrimi zu tun, merkt man schnell, dass dem nicht so ist. Stattdessen bietet Dark seinen Zuschauern eine komplexe, gute durchdachte Handlung, welche zwar stellenweise ein wenig vorhersehbar ist, aber zu packen weiß.

Mal sehen, ob es in Staffel 2 genauso gut weitergeht. Ich habe meine Zweifel, lasse mich aber gerne überraschen. Der Erfolg gibt Dark jedenfalls recht. Netflix will dieses Jahr fünf weitere deutsche Serien produzieren.

Platz 22: Under the dome (CBS, 2013 – 2015)

„Stephen King“-Adaptionen sind ein zweischneidiges Schwert: Entweder man liebt oder hasst sie. Ich für meinen Teil bin ein großer Fan des King-Universums, weswegen ich Under the dome unbedingt eine Chance geben musste.

Ebenso wie in der Buchvorlage (Die Arena) fällt auch in der Serie eine überdimensionale Kuppel auf das Dorf Chester’s Mill, welche fortan die Gemeinde vom Rest der Welt komplett isoliert. Dabei erlaubt sich die Adaption einige Abweichungen von Kings Romanvorlage, was mich nicht sonderlich stört, doch dem ein oder anderen Puristen übel aufstoßen wird.

Nichtsdestotrotz steht auch auch in der Serie der Kampf ums Überleben im Vordergrund. Und als wäre dieser nicht schon hart genug, zeigt sich zudem die mysteriöse Kuppel häufiger mal von ihrer launischen Seite und alte Konflikte bzw. Machtkämpfe unter den Einwohnern drohen zu eskalieren.

Dabei ist Under the dome immer zwischen Welt- und Kreisklasse unterwegs. Nach einem Sahnestart folgt eine solide Staffel 2. Fängt die finale dritte Staffel sehr vielversprechend an, endet sie auf Trashniveau. Das ist schade, denn Under the dome hatte das Potenzial zum absoluten Knüller. Aufgrund des Auf und Abs ist allerdings nicht mehr als Platz 22 drin.

Platz 21: Lost (ABC, 2004 – 2010)

Apropos: Zweischneidiges Schwert und zwischen Welt- und Kreisklasse… Das gleiche trifft auf ABCs Serienhit Lost zu.

Wobei das nicht die einzige Ähnlichkeit zwischen Under the dome und Lost sein soll, denn beide Produktionen scheinen auf das gleiche Konzept zu setzen: Isolierte Menschengruppe, welche ohne technische Hilfsmittel ums Überleben kämpfen muss, Machtkämpfe innerhalb der Gemeinschaft und viele (übernatürliche) Geheimnisse, die es zu lüften gilt.

Was ich Lost allerdings zugute halten muss, dass die Serie ihrer Zeit absolut voraus war und zudem neue Maßstäbe gesetzt hat. So folgten auf einen phänomenalen Auftakt zwei weitere sehr starke Staffeln. Erst ab einer katastrophalen Staffel 4 beginnt das Niveau von Lost stark zu schwanken, was letztendlich in einem Finale (Season 6) endet, welches Serienjunkies – auch noch nach acht Jahren – wild diskutieren lässt.

Wie dem auch sei: Wer die ersten drei Staffeln nicht gesehen hat, lässt ein großes Stück Seriengeschichte links liegen. Daher halte ich – trotz ein paar weniger schwachen Staffeln – Lost für eine absolute Pflichtserie, die jeder gesehen haben muss.

Die Tage geht’s weiter!

Die ersten 13 Serien habe ich euch nun vorgestellt. Nächste Woche geht’s mit den Top 20 weiter. Seid gespannt! Einen Überblick findet ihr hier: Klick mich!

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