Juris Serien-Ranking Herbst 2018 (Teil 3)

Es geht weiter mit Juris Serien-Ranking! Welche Serien haben es in die Top 20 geschafft?

Es geht weiter mit meinem Serien-Ranking! Sowohl die Plätze 33 – 29 als auch 28 – 21 wurden bereits bekannt gegeben. Heute geht’s mit den Top 20 weiter. Eine Übersicht findet ihr hier: Klick mich!

Platz 20: Scream (MTV, 2015 – heute)

Horrorfilme gibt es wie Sand am Meer, doch auf dem Serienmarkt ist größtenteils Ebbe angesagt. Um genau zu sein, gab es in den letzten Jahren nämlich nur zwei Produktionen: Zum einen wäre da Slasher, welche so schrottig war, dass ich sie (bei aller Liebe fürs Genre) nach drei Folgen abgebrochen habe und zum anderen Scream, eine Serienadaption von Wes Cravens gleichnamiger Filmreihe aus den 90ern.

Serienkiller gibt’s nur seltenst in Serie. Mehr Ironie geht nicht.

Und während viele andere Serienadaptionen von Kinofilmen, wie z.B. From dusk till dawn oder Training Day, den Sprung von der Leinwand zum Heimbildschirm übelst verkackt haben, ist bei Scream tatsächlich eine durchweg unterhaltsame Serie rausgekommen. Wobei ich natürlich betonen will, dass man am besten ein Faible für das Horrorgenre haben sollte, aber nicht zwangsläufig haben muss.

Dabei erinnert die Neuauflage an eine Mischung aus Riverdale, Scooby Doo und den Scream-Filmen; was zur Folge hat, dass selbstredend wieder ein messerschwingender Serienmörder Jagd auf Teenager macht, diese Geschichte um eine stylische High School-Atmosphäre mit coolen Charakteren erweitert wird und man ständig rätselt, wer denn nun der Killer ist.

Eine stimmige Atmosphäre wie auch eine Geschichte voller Wendungen, die ein angenehm zügiges Tempo hat, sind garantiert. Ich für meinen Teil, hatte mit Scream jedenfalls sehr viel Freude. Man muss nur mit der passenden Erwartung an die Serie rangehen.

Platz 19: Heroes (Reborn) (NBC, 2006 – 2016)

Elvis Presley ist der King of Rock ’n‘ Roll, Michael Jackson der King of Pop und wenn es unter den unzählig vielen Superhelden-Serien einen König geben müsste, dann wäre es aller Wahrscheinlichkeit nach Heroes.

Heroes bringt alles mit, was eine Top-Serie so braucht: Eine spannende, motivierende Geschichte, interessante Figuren, welche sich stetig weiterentwickeln, einen sehr gut ausgewählten Cast, eine ästhetische, teils künstlerische Optik und und und. Heroes ist über weite Strecken so verdammt stark, dass es einem wirklich schwer fällt, ein Haar in der Suppe zu finden. Es gibt – ohne übertreiben zu wollen – kaum Serien, die sich mit den ersten beiden Staffeln der Superhelden-Saga messen können.

Erst ab der dritten Season, beginnt Heroes nach und nach Federn zu lassen. Dabei krankt die NBC-Produktion an den genretypischen Symptomen:

  1. Im Laufe der Zeit wird der ein oder andere Held/Schurke so mächtig, dass es keinen Spaß mehr macht.
  2. Bereits in der ersten Episode erfahren wir, dass Hiro Nakamura der Herr über Raum und Zeit ist. Dass das Thema „Zeitreisen“ nicht gerade für wenig Diskussionsstoff unter den Fans gesorgt hat, könnt ihr euch ja spätestens seit Terminator oder Twelve Monkeys denken.

Nur einer darf zeitreisen. Sonst niemand, habe ich gesagt!

Doch trotz ihrer Schwächephasen, halte ich Heroes nach wie vor für eine absolute Pflichtserie, da ich nur selten so etwas Gutes wie die ersten beiden Staffeln gesehen habe.

Und da NBC im Jahre 2015 mit Heroes:Reborn der Saga auch ein zufriedenstellendes Ende beschert hat, anstatt uns – wie ursprünglich gedacht – mit einem Cliffhanger-Ende im Regen stehen zu lassen, gibt es kaum ein Argument, der Serie nicht eine Chance zu geben.

Platz 18: Californication (Showtime, 2007 – 2014)

Hank Moody führt ein Leben, um das ihn so ziemlich jeder Mann auf der Welt beneiden würde: Er ist erfolgreich, hat Geld, sieht gut aus und die Frauen liegen ihm zu Füßen. So ist das Leben des exzentrischen Schriftstellers eine Aneinanderreihung von Partys, Alkohol- und Drogenexzessen wie auch One Night Stands mit den hübschesten Frauen, die das sonnige LA zu bieten hat. Alles wäre so schön und perfekt, wenn da nicht seine Ex-Frau Karen wäre, deren Herz der pathologische Beziehungskrüppel um jeden Preis zurückgewinnen möchte.

David Duchovny (bekannt aus Akte X) spielt Hank Moody.

Müsste ich Californication mit einem Satz beschreiben, würde ich sagen, dass es ein Sex in the city für Männer sei. Hank hat eine coole Attitüde, ist witzig und es macht höllisch Spaß ihm dabei zuzuschauen, wie er in regelmäßigen Abständen sein Leben völligst an die Wand fährt, nur um ein weiteres Mal seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Dabei ist die Serie ein stetiges Auf und Ab, denn auf eine hervorragende Staffel folgt immer eine, welche nicht an das Niveau der vorherigen anknüpfen kann. So erlaube ich mir die folgende Faustregel: Jede ungerade der sieben Staffeln macht sehr sehr viel Laune, jede gerade hat ihre Schwächen. Wobei ausschließlich nur die sechste ein übelster Griff ins Klo war. Ist natürlich auch nur meine bescheidene Meinung.

Da allerdings eine Episode ohnehin nicht länger als 30 Minuten geht, sollte man Californication unbedingt gesehen haben. Glaubt mir, es lohnt sich!

Platz 17: Atypical (Netflix, 2017 – heute)

„Coming of age“-Serien schießen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden, doch ich garantiere euch, keine ist so außergewöhnlich wie Atypical. Denn Sam, der Hauptdarsteller der Netflix-Produktion, ist kein 0/8/15-Jugendlicher, wie wir ihn normalerweise aus dem TV kennen. Er ist relativ verschlossen, trägt immer auffällige Kopfhöhrer, redet ununterbrochen über die Arktis, vor allem leidenschaftlich über Pinguine, und ist – nur so nebenbei – ein Autist.

Sofern man kein Herz aus Stein hat, kann man nicht anders als Sam zu lieben. Es macht richtig Freude ihm zuzusehen, wie er peu à peu Dinge für sich neu entdeckt, die für uns „Normalos“ absolut selbstverständlich sind. Dabei wird nicht nur Sams Leben portraitiert, sondern auch das seiner Familie, bei der (aufgrund von Sams Erkrankung) Normalität nur seltenst auf der Tagesordnung steht.

Besonders schön: Im Laufe der Handlung, entwickelt sich nur nicht Sam kontinuierlich weiter, sondern auch die Serie. Hat man es anfangs mit einer guten Unterhaltung für Zwischendurch zu tun, bekommt die Serie mit der zweiten Staffel mehr und mehr Tiefgang.

Der Erfolg gibt Atypical recht: Keine sechs Wochen nach der Erstausstrahlung der Season 2, hat Netflix schon eine dritte Staffel angekündigt.

Platz 16: Gotham (FOX, 2014 – heute)

Gotham steckt tief und fest im Würgegriff der Korruption und Kriminalität: Don Falcone kontrolliert die Stadt und zieht in der Unterwelt die Strippen, während seine machthungrige Untergebene, Fish Mooney, immer mehr am Thron des Gangsterbosses zu sägen beginnt. Und da wäre noch dieser Oswald Cobblepott, ein kleiner unbedeutender Wicht, der ungehindert ein intrigantes Spiel zu spielen scheint. Doch was soll so ein Niemand wie der Pinguin, wie Oswald von den Anderen genannt wird, schon anstellen?

Wie dem auch sei: Jemand muss sie alle aufhalten. Gotham braucht einen Helden. Und falls es keinen Helden braucht, dann zumindest einen dunklen Rächer. GOTHAM BRAUCHT BATMAN!!!

You called me?

Blöd nur, dass Batman alias Bruce Wayne erst 14 Jahre alt ist und gerade die Ermordung seiner Eltern zu verdauen hat. Somit müssen wir uns vorerst mit dem Ex-Marine Commissionar – korrigiere! – Detective James Gordon zufriedengeben, der im Fokus von Gothams Handlung steht.

Nein, Bruce, deine Zeit wird noch kommen.

Respekt an FOX, denn mit Gotham ist dem US-Sender eine hervorragende Neuinterpretation gelungen! Die Serie spiegelt Gothams dunklen wie auch dreckigen Charme perfekt wieder und Fans der Batman-Comics werden ständig mit „Easter Eggs“ oder späteren Schurken konfrontiert. So lernen wir bereits in Staffel 1 Catwoman, Poison Ivy oder Scarecrow kennen und nicht zu vergessen: Gordons von Rätseln begeisterten Kollegen Edward Nigma. Wer das wohl sein mag? 😉

Doch nicht nur die Figuren sind liebevoll gezeichnet, sie sind darüber hinaus auch erstklassig besetzt: Beispielsweise wird Detective Gordon von Benjamin McKenzie (O.C. California) und Fish Mooney von niemand Geringerem als Jada Pinkett Smith (Matrix bzw. Will Smiths Ehefrau) verkörpert.

Das einzig Negative, was sich Gotham gefallen lassen muss ist, dass die Serie ab und an ein wenig albern wirkt. Das hält sich zwar meistens in Grenzen, doch ich will ehrlich sein: In Staffel 2 habe ich schon ein, zwei mal überlegt, ob ich den falschen Sender eingeschaltet habe. Aber alles nur halb so schlimm: Auf eine mittelmäßige Season 2 folgte ein dritte, die sogar die hervorragende erste Staffel in den Schatten stellt.

Ergo: Gotham ist für jeden Batman-Fan Pflicht! Doch spätestens seitdem sowohl meine Freundin als auch meine 40-jährige Schwester Gotham hoffnungslos verfallen sind, weiß ich, dass auch „Nicht-Comic-Fans“ ihren Spaß mit der Serie haben werden.

Die Tage geht’s weiter!

Das war es auch mal wieder. Nächstes Mal geht es mit den Plätzen 15 – 11 weiter. Für alle, die inzwischen ein wenig den Überblick verloren haben, geht es hier zur Übersicht: Klick mich!

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