Juris Serien-Ranking Herbst 2018 (Teil 5)

Welche Serien haben es in die Top 10 meines Rankings geschafft?

Wir nähern uns der Zielgeraden. 23 fabelhafte Serien habe ich euch bereits vorgestellt, fehlen nur noch die letzten zehn. In den nächsten Tagen werden wir erfahren, welches Meisterwerk das Rennen gemacht hat. Heute präsentiere ich euch die Ränge 10 – 6. Eine Übersicht des Rankings findet ihr hier: Klick mich!

Platz 10: Dexter (Showtime, 2006 – 2013)

Dexter Morgan, seit jüngster Kindheit traumatisiert und unfähig Emotionen zu empfinden, führt ein Doppelleben: Im Alltag bemüht, ein unauffälliges Leben zu führen, arbeitet er als Blutforensiker für das Morddezenat in Miami; nachts geht er seinem unstillbaren Drang zu morden nach. Dabei geht Dexter nicht willkürlich vor. Er folgt strikt dem Kodex seines Ziehvaters Harry, welcher ihm besagt, dass er ausschließlich „schlechte Menschen“ töten darf.

Dexter lässt einen Schizophren werden! Acht Staffeln lang beobachten wir einen Psychopathen, wie er Selbstjustiz betreibt. Nicht, um das Richtige zu tun, sondern lediglich, um seinen Drang (zu töten!) befriedigen zu können. Warum sollte man einem solchen Monster die Daumen drücken? Weshalb sollte man wollen, dass Dexter weiterhin frei herumlaufen kann? Ich habe keinerlei Erklärung. Ich weiß nur, dass ich gejubelt habe, als einer seiner Widersacher, wohlgemerkt ein rechtschaffender Bürger, in die Luft gejagt wurde. 🙂

Wahrscheinlich liegt es an der Tatsache, dass Dexter sich stetig weiterentwickelt. Heuchelt er anfangs seinen Mitmenschen zum Schein ein normales Leben vor, so schafft es Dex von Staffel zu Staffel immer „menschlicher“ zu werden. Ohnehin muss betont werden, dass in puncto „Charakterentwicklung“ die Serie seines Gleichen sucht. Des Weiteren ist die Serie herrlich morbide; vor allem in den Momenten, in denen Dexter die „Arbeit“ anderer Serienmörder bewundert.

Nicht schlimm, wenn Dexter dich beobachtet. Außer du hast etwas verbrochen. Hast du?! Okay, renn!!!

Doch wo viel Licht, da ist auch Schatten: Wie schon bereits bei Billions kritisiert, neigen Showtime-Produktionen ein wenig dazu, langatmig zu sein. Was bedeutet, dass ich ohne Weiteres bei jeder Episode zehn Minuten rausschneiden könnte, ohne dass die Qualität darunter leiden würde. Ferner tue ich mich mit dem Finale etwas schwer. Damit bin ich aber nicht alleine. Immerhin wurde es – von mehreren Portalen! – zu einem der schlechtesten der Geschichte gewählt.

Hier sehen wir Familie Morgan. Funfact: Hall & Carpenter waren mal ein Paar.

Nichtsdestotrotz hat sich die Serie den zehnten Platz redlich verdient. Dexter ist nämlich ein Unikat! Etwas Vergleichbares gibt es nicht. Nicht nur, dass es eine Menge Spaß macht, mal auf der Seite des Bösens zu sein, ist die Handlung – trotz acht Staffeln – verdammt abwechslungsreich, ebenso wie die Charaktere, die sich stetig weiterentwickeln.

Platz 9: Wayward Pines (FOX, 2015 – 2016)

»Arbeite hart. Sei glücklich. Genieße dein Leben in Wayward Pines.«

So lautet das Motto des kleinen Städtchens, irgendwo im Nirgendwo. Doch leichter gesagt als getan: Zwar hat Wayward Pines alles zu bieten, was man zum Leben so braucht, doch möchte man den Ort verlassen, geschehen die seltsamsten Zufälle, die das zu verhindern wissen.

Der nach einem Autounfall gestrandete Secret-Service-Agent, Ethan Burke, welcher auf der Suche nach zwei vermissten Agenten ist, kann sich jedenfalls nicht mit dem Gedanken anfreunden, den Rest seines Leben in Wayward Pines verbringen zu müssen. Aber ist vielleicht sogar der Ort selbst, für das Verschwinden seiner Kollegen verantwortlich?

Wayward Pines, das ist eine Mischung aus Lost und Twin Peaks; nur mit dem Vorteil, dass die Serie nicht nur rätselhafte Fragen aufwirft, sondern auch die passenden Antworten gleich mitliefert. Ein unheimlich befriedigendes Gefühl, wie ich meine.

Aber auch atmosphärisch ist Wayward Pines ein Hochgenuss. Man merkt in jeder Sekunde, dass alles zu perfekt ist, um wahr zu sein oder dass mit den kruden Einwohnern irgendwas nicht stimmen kann. Doch was? Das müsst ihr selbst rausfinden. Ich kann euch lediglich versichern, dass ihr in den zehn Folgen der ersten Staffel, eine verdammt spannende wie auch ungewöhnliche Handlung präsentiert bekommt.

 Warum nur Staffel 1?

Die Serie, welche eine Adaption von Blake Crouchs The Wayward Pines Trilogy ist, war ursprünglich als Miniserie geplant. Nach Episode zehn, ist man dementsprechend auch am Ende der Romanvorlage angekommen. Doch aufgrund des immensen Erfolgs, wurde eine zweite Staffel in Auftrag gegeben, die allerdings nichts mehr mit den Büchern gemein hat.

Lange Rede, kurzer Sinn: Schaut euch Staffel 1 unbedingt an! Staffel 2 solltet ihr dagegen meiden. Ein Ende der „neuen Handlung“ kriegt ihr eh nicht präsentiert, da aufgrund schwacher Quoten keine dritte Staffel mehr in Auftrag gegeben wird.

Platz 8: 4 Blocks (TNT Serie, 2017 – heute)

In meinem Ranking deutscher Serien konnte sich 4 Blocks den Spitzenplatz sichern. Naheliegend, dass es Toni und Abbas auch in meinem Serien-Ranking relativ weit nach oben geschafft haben.

Denn die deutsche Produktion ist nicht nur eine, sondern die(!) Gangsterserie schlechthin. Ich kenne kaum eine Serie, die so packend wie auch zugleich authentisch ist wie 4 Blocks. Machen andere Vertreter des Genres generell den Fehler, das Verbrecherleben fälschlicherweise zu romantisieren (Cash, Money & Hoes), offenbart 4 Blocks die Schattenseiten des Lebens als Krimineller. So wird Gewalt nicht nur angedeutet, sondern explizit gezeigt, genauso wie das dreckige Berlin.

So großartig die Serie aber auch sein mag, muss sie sich einen Kritikpunkt gefallen lassen: Vorhersehbarkeit. Die ein oder andere unerwartete Wendung hätte 4 Blocks mit Sicherheit nicht wehgetan.

Nichtsdestotrotz, Hut ab, TNT Deutschland! Hoffentlich geht’s in Staffel 2 genauso hervorragend weiter.

Platz 7: Misfits (E4, 2009 – 2013)

Produktionen, in denen gewöhnliche Menschen durch Zufall übernatürliche Fähigkeiten bekommen, gibt es viele. Nicht selten wird infolgedessen ein neuer Superheld geboren. Doch was passiert eigentlich, wenn fünf junge Straftäter, die gerade Sozialstunden leisten, übermenschliche Fähigkeiten erhalten?

The Misfits: Die schlechtesten Helden aller Zeiten!

Nach fünf Staffeln Misfits weiß ich: Nicht jeder ist zum Helden geboren. Soviel steht fest. Gut, wir reden hier auch von Leuten, die ihr Leben nicht mal ansatzweise auf die Kette kriegen. Doch schadet das Serie? Ganz im Gegenteil! Folgende Adjektive treffen auf die Serie zu: Aberwitzig, absurd, grotesk, skurril, etc. Kann schon sein, dass Misfits nicht jedermanns Sache ist. Eine Chance solltet ihr der Serie dennoch geben. Es lohnt sich! Misfits ist vielleicht die „coolste“ Serien, die ihr je sehen werdet.

Diese Serie machte „Ramsey Bolton“ zum Star.

Denn für die Protagonisten der britischen Serie sind die neuen Fähigkeiten nur seltenst ein Segen. Anstatt die Schwachen zu schützen – Auf die Idee kommen die nicht mal! – versuchen die Charaktere, ein halbwegs normales Leben zu führen. Spoiler: Sie schaffen es nicht! Stattdessen laborieren sich Nathan, Kelly & Co. von einer Scheiße in die nächste.

Und falls euch bei der Optik des Piloten Zweifel aufkommen: Die späteren Folgen sehen besser aus. High End wird zwar nicht geboten, doch auch im Jahre 2018 kann man sich Misfits immer noch gut anschauen.

Ein letzter Hinweis: Nach drei Staffeln ist die ursprüngliche Handlung abgeschlossen und auch der Cast wird infolgedessen peu à peu ausgetauscht. Was danach kommt, kann man sich zwar angucken, muss man aber nicht. Mein Tipp: Ihr solltet es bei den ersten drei Staffeln belassen.

Platz 6: Harper’s Island (CBS, 2009)

»Einer nach dem Anderen.«

So lautet das Motto der CBS-Serie und der Name ist Programm: Eine aus 17 Gästen bestehende Hochzeitsgesellschaft reist nach Harper’s Island, um der Eheschließung von Trish und Henry beizuwohnen. Jedoch hat die Insel eine dunkle Vergangenheit: Vor sechs Jahren hat John Wakefield bei einem Amoklauf mehrere Menschen getötet, darunter auch die Mutter der Hauptdarstellerin Abby.

Zwar wurde Wakefield von Abbys Vater, dem örtlichen Sheriff, erschossen, doch spätestens nachdem nach und nach ein Gast nach dem Anderen spurlos verschwindet, stellt sich die Frage: Ist der Serienkiller wieder zurück?

Ist Wakefield wirklich wieder zurück oder treibt einer der Gäste ein makaberes Spiel? Ich garantiere euch, ihr werdet eure Meinung mehrmals pro Folge ändern. Denn die Handlung von Harper’s Island ist nicht nur verdammt spannend, die Geschichte hat darüber hinaus unzählige Wendungen auf Lager.

Dass die Serie dabei einige Klischees bedient, zudem hier und da (gewollt) ein wenig trashig ist, ist für das Genre nicht untypisch. Ehrlich gesagt, störe ich mich daran keine Sekunde. Stattdessen erfreue mich eher über die gelungene Inszenierung bzw. Atmosphäre und der Tatsache, dass in Harper’s Island niemand sicher ist; es also wirklich jeden(!) treffen kann.

Die Tage gehts weiter…

Was meint ihr? Welche Serie wird das Rennen machen? Welche darf von sich behaupten, die derzeit beste Serie zu sein? Schreibt mir, was ihr denkt. Ich bin auf eure Tipps gespannt!

Link zur Übersicht: Klick mich!

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