Razer Raiju Tournament Edition im Test

Der Razer Raiju hat mir ja nicht gefallen. Macht es die Tournament Edition vielleicht besser?

Wäre der Razer Raiju nicht eine mittelschwere ergonomische Katastrophe gewesen, hätte er ein solider Controller für die PlayStation 4 sein können. Mal sehen, ob es die Tournament Edition nun besser macht.

Funktionsumfang

In puncto Funktionsumfang hat sich nicht viel geändert: Ihr habt nach wie vor optionale Trigger Stops, eine Multimedia-Taste, mit welcher ihr Soundeinstellungen vornehmen könnt, und vier Multifunktionstasten, die frei belegbar sind. Das könnt ihr neuerdings spielend leicht via App tun.

Sonst gibt es nur noch eine weitere Neuerung: Im Gegensatz zur alten Revision verfügt die Tournament Edition über Bluetooth. Ihr müsst also nicht mehr auf das viel zu kurz geratene Kabel, welches euch Razer mitliefert, zurückgreifen.

Die Sache hat allerdings einen Haken: Wenn ihr ein Headset nutzen wollt, funktioniert das kurioserweise nur, wenn ihr via USB mit eurer PlayStation verbunden seid. Warum, das weiß Razer wahrscheinlich selber nicht. Wie dem auch sei: Ihr müsst also doch wieder kabelgebunden spielen, da man meiner Meinung nach bei Shootern auf gescheite Kopfhörer nicht verzichten sollte (Stichwort: Schritte).

Mein Tipp deshalb: Damit ihr eure Möbel, wegen des viel zu kurz geratenen Kabels (2m), nicht verschieben müsst, empfehle ich euch, ein 3m-USB-Kabel gleich mitzubestellen. Achtet aber darauf, dass der Anschluss nicht zu dick ist. Razer hat den USB-Port nämlich relativ seltsam verbaut (siehe Bild). Da passt nicht jedes Kabel.

Verarbeitung

Ebenso wie sein Vorgänger ist auch die Tournament Edition sehr wertig verarbeitet. Nichts klappert, nichts wirkt billig, alles so, wie es sein sollte. Typisch Razer. Man merkt gleich sofort, dass man ein Premium-Produkt in den Händen hält.

Die neuen Analogsticks wissen zu gefallen. Man rutscht nicht weg und hat einen angenehmen Widerstand. Dieser hat mir beim Raiju ja nicht gefallen.

Was mir hingegen nicht sonderlich zusagt: Die Sticks sind (wie bei der X-Box) asymmetrisch angeordnet. Das ist jedoch Geschmacksache. Der eine findet das toll, der andere wiederum nicht.

Wie spielt es sich mit der Tournament Edition?

Aufgrund der neuen Form liegt die Tournament Edition deutlich besser in den Händen, als es der Raiju tat, was jedoch nicht bedeutet, dass es Spaß macht, den Controller in den Händen zu halten. Wir sprechen hier nämlich von einem relativ großen Gamepad, welches für seine Maße in meinen Augen etwas zu dünn ist. Ein angenehmes Greifen ist dementsprechend kaum möglich.

Und während dieser Punkt eventuell als ein wenig subjektiv einzuschätzen ist, ist es der folgende mit Sicherheit nicht: Die scheppen Multifunktionstasten auf der Rückseite. Denen mangelt es nämlich an Widerstand, weswegen ihr diese – ob ihr wollt oder nicht – ständig drücken werdet.

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Ein gescheites Spielen ist so kaum möglich. Ihr werdet immer wieder aus Versehen springen oder euch ducken. Der virtuelle Tod ist die unangenehme Folge. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein. Hier hat Razer Kacke gebaut.

Eine absolute Verschlimmbesserung!

Ich konnte euch bereits den Razer Raiju nicht empfehlen und auch von der Tournament Edition kann ich euch nur vehement abraten. So kurios es auch klingen mag: Es handelt sich beim Nachfolger sogar um das schlechtere Modell.

Mein Fazit daher: Hände weg von den Razer-Controllern! Da gibt es deutlich bessere Alternativen.

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