Sky macht seine Kritiker lieber mundtot!

Sky, das ist ein neuer Tiefpunkt! Und ich rede hier nicht vom Preis.

Der Pay-TV-Sender Sky scheint Kritik und Häme magisch anzuziehen. Zugegeben, das kommt nicht von ungefähr: Technische Probleme sind keine Seltenheit, es wird – trotz horrender Preise – nicht gerade wenig geworben, die journalistische Qualität von SSNHD ist ebenso nicht unumstritten, etc.

Diese und viele andere Punkte haben mich dazu bewogen, einen Beitrag über den Münchner TV-Sender zu schreiben. Mit meiner Generalabrechnung habe ich wohl den Nerv so einiger Sky-Kunden getroffen, denn der Artikel wurde tausendfach gelesen, häufig geteilt und kein einziges Mal kritisiert – nicht mal von Sky selbst.

Fairerweise wurde Sky in jedem meiner Tweets markiert. Wenn man schon öffentlich jemanden kritisiert, dann sollte derjenige auch die Möglichkeit bekommen, auf die Kritik reagieren zu können. Eine Reaktion seitens Sky blieb allerdings aus.

Wie Sky sich selbst ins Abseits schoss

So teilte ich den Beitrag das erste Mal, als mir ein unverfrorenes Vertragsangebot unterbreitet wurde, ein weiteres Mal, als es zu Unstimmigkeiten bei meiner Kündigung kam und dann wieder, als die Begegnung „Dortmund gegen Bayern“ durch einen Werbeblock mitten in der zweiten Hälfte unterbrochen wurde.

Gerade beim „Krombacher Topspiel“, war ich bei weitem nicht der einzige, der online seinen Unmut geäußert hat. Die Reaktionen bei Twitter sahen in etwa so aus:

Natürlich habe auch ich mich zu diesem Thema geäußert:

Jetzt ratet mal, wer im Anschluss von @SkySportDE geblockt wurde?

Ernsthaft?!?

Geht man so mit seinen Kritikern um?

Wäre ich ein Troll, der zig destruktive – vielleicht sogar beleidigende – Tweets am Tag absetzen würde, so könnte ich das Handeln von Sky verstehen. Doch habe ich das?

Ich habe nichts Weiteres getan als in meinem Beitrag zusammenzufassen, worüber die Sky-Kundschaft sich Tag für Tag auf Facebook, Twitter & Co. munter auslässt:

  • Kunden erhalten unterschiedliche sowie vollkommen willkürliche Vertragsangebote von Sky
  • Das Angebot wird kleiner und unattraktiver bei steigenden Preisen
  • Skys Marketing ist penetrant!
  • Die Berichterstattung ist zum Teil tendenziös.
  • Mehr Boulevard als Nachrichten
  • Clickbaits in den sozialen Netzwerken
  • PR-Kommunikation wird Rezipienten als Journalismus verkauft
  • Technische Probleme, insbesondere bei Sky Go

Sky, bei allem nötigen Respekt, behauptet jetzt nicht, diese Vorwürfe seien komplett aus der Luft gegriffen und ich sei der Erste, welcher diese Punkte an euch bemängelt!

Und nur so am Rande: Ein Troll würde sich nicht im Entferntesten die Mühe geben, einen Artikel mit mehr als tausend Wörtern zu schreiben, der journalistisch korrekter ist als Vieles, was ihr so ins Netz stellt. Ich kann das auch ziemlich gut beurteilen: Immerhin habe ich diesen Spökes studiert!

Sky zeigt, wie man es nicht macht!

So geht man nicht mit Kunden um! So behandelt man nicht „kleinere Kollegen“ respektive Blogger oder Online-Magazine. Wo kommen wir denn hin, wenn wir jeden Kritiker ignorieren und infolgedessen mundtot machen? Wer berät euch in Sachen Kommunikation? Trump, Erdogan, Kim Jong Un?!?

Reicht nicht etwa die Freiheit zwischen Cinema, Entertain, Sport und Bundesliga zu wählen?!?

Sky beweist auf ein Neues, dass das Unternehmen Social Media nicht verstanden hat! Facebook, Twitter & Co. sind eben nicht pure Marketing- bzw. Vertriebsinstrumente, sondern viel eher eine Chance, mit Kunden Kommunikation auf Augenhöhe zu betreiben. Dabei wird (un)gerechtfertigte Kritik selbstverständlich nicht ausbleiben! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Dennoch ist man als Unternehmen gut beraten, auf diese einzugehen.

Wie würdet ihr reagieren, wenn ein Verkäufer im Einzelhandel euch bei einem Problem, das ihr habt, ignorieren würde, nur um euch daraufhin wortlos und ohne Begründung von der Security des Ladens verweisen zu lassen? Sowas wäre unvorstellbar!

Kurzgesagt: Niemand will Unternehmen, die nur sprechen, jedoch nicht zuhören, sich selbst abfeiern, aber bei Kritik Augen, Ohren und Mund verschließen.

Die Kommunikationsexperten von Sky Deutschland bei der Arbeit.

Beiß nicht in die Hand, die dich füttert!

Nur mal so nebenbei: Wisst ihr eigentlich, wen ihr da geblockt habt, @SkySportDE? Jemanden, mit dem ihr eine hervorragende Geschäftsbeziehung führt!

Wir haben regelmäßig E-Mail-Verkehr, schmieren uns dabei Honig um die Mäuler und helfen uns gegenseitig. Ihr versorgt mich mit exklusivem Bildmaterial, ich mache mit meinen Reviews für eure Sendungen und Dienste im weitesten Sinne Werbung. Einige eurer Serien haben Spitzenplätze in meinem Serien-Ranking belegt. 4 Blocks und Weinberg habe ich meinen Lesern wärmstens empfohlen. Dank mir habt ihr das ein oder andere „Sky Ticket“-Abo mehr verkauft. Gern geschehen!

Und ich habe mir sogar Babylon Berlin und 100 Code angetan.

Und ja, Babylon Berlin und euer Sport-Angebot sind bei mir nicht sonderlich gut weggekommen. Aber was soll ich denn machen? Es ist nun mal meine Aufgabe, meine Meinung bzw. „die Wahrheit“ zu schreiben! Was eigentlich auch kein Problem sein sollte, denn wenn euer „Social Media“-Team nicht komplett für die Tonne wäre und ihr einen Funken Ahnung von Influencer Relations hättet, hättet ihr auf meine Kritik reagiert und geguckt, wie man einen Kritiker zu einem Fürsprecher machen kann.

Stattdessen werde ich geblockt – als hätte ich es mit einer pubertierenden Schülerin zu tun. Aus den Augen, aus dem Sinn! Als ob sich dadurch die Kritik in Luft auflösen würde. Sky, das ist keine Kommunikationsstrategie, das ist ein Armutszeugnis.

Sky dazu: Juri ist immer einmal doofer als wir!

Wie dem auch sei: Ich werde weiterschreiben und dabei selbstverständlich nach wie vor objektiv bleiben. Nur weil ihr ein unprofessioneller Kindergarten seid, heißt das noch lange nicht, dass ich da mitmachen muss!

Bildquellen

„man-3077831 2“ von Uboiz @Pixabay. Bearbeitet von Juri Kristiansen. Lizenz: CC0 1.0

„not-hear-2862309_1280“ von Alexas_Fotos @Pixabay. Lizenz: CC0 1.0

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