Spielend leicht?

7 Dinge, die im echten Leben deutlich leichter zu meistern sind als in Videospielen.

In Videospielen habe ich so einiges geleistet, wozu ich im Real Life nicht mal ansatzweise im Stande gewesen wäre: Ich habe fremde Welten erkundet, die gemeinsten Ungeheuer besiegt, die Fußball WM gewonnen und so vieles mehr. Toll! Ohne meine PlayStation hätte ich das alles nie und nimmer geschafft. Danke für diesen Moment!

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Minderwertigkeitskomplexe brauche ich dennoch nicht zu bekommen. Klar, mag zwar sein, dass ich niemals über den Mut eines Links, die Stärke eines Zangiefs oder die Gadgets eines Batmans verfügen werde, doch dafür schlage ich mich in Alltagssituationen deutlich besser als all meine Polygon-Helden zusammen.

Daher präsentiere ich euch meine Liste der sieben Dinge, die im echten Leben deutlich leichter zu meistern sind als in Videospielen.

1. Der Elefant im Porzellanladen

Zugegeben: Wenn es klingelt, ist der Gang von der Couch zur Tür kein leichter für mich. Ich bin ein faules Stück! Dazu stehe ich. Nichtsdestotrotz stelle mich dabei deutlich besser an, als es jede aufgepumpte, weltenrettende Videospielfigur je zuvor tat.

Ich bleibe beispielsweise nicht an jedem Möbelstück hängen, wenn ich mich quer durch mein Zuhause bewege und ich hatte ebenso noch nie das Bedürfnis, mich sinnfrei auf meine Couch zu stellen, nur um im Anschluss wieder ungelenk von ihr abzuspringen. Ich bin nämlich clever genug, nonchalant-elegant um sie herumzustolzieren.

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Und auch im Öffnen von Türen bin ich meinen Helden weitaus überlegen. Ich mache das smooth aus einer Bewegung heraus, ganz ohne darüber nachdenken zu müssen, während Altair oder Agent 47 sich erstmal stur-steif zur Tür hin ausrichten müssen. Voll umständlich!

Wobei: Schlimmer geht immer! Manch Videospielfigur ist ja sogar derart beschränkt, dass sie (aus Frust vielleicht?) jede Tür gleich sofort eintreten muss. Scheinbar ist es leichter, sämtliche Schusswaffen der Welt zu bedienen als einen Türknauf.

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2. Schwimmen

Supergeil! Ezio Auditore da Firenze, Meister-Assassine, in der Lage auf jedes Gebäude (ganz gleich, wie hoch es ist) zu klettern, schaltet nicht nur hunderte von Templern, sondern zugleich die komplette Borgia-Familie aus, segnet das Zeitliche, wenn er in ein Gewässer fällt, welches tiefer als ein Kneipp-Bad ist.

Zwo, eins, Todesfalle!

Hätten sich die Templer doch nur mal im Wassertempel aus Zelda: Ocarina of time versteckt, der, nur mal so am Rande, die absolute Hölle ist, dann wäre ihnen so einiges erspart geblieben. Nun ja, hinterher ist man immer schlauer.

Zumindest zeigt man sich seitens Nintendo einsichtig.

Und um Gottes Willen! In Zeiten, in denen sich ja so ziemlich jeder bei der kleinsten Nichtigkeit gleich sofort diskriminiert fühlen darf, möchte ich mich keineswegs über Nichtschwimmer lustig machen. Muss ja neuerdings betont werden!

Aber hey, wir reden hier von einem Kerl, der von 200m-Türmen in Karren voll Heu springen kann, ohne sich nur einen einzigen Knochen zu brechen. Da sollte kniehohes Wasser doch zu keinem unüberbrückbaren Hindernis werden, wie ich meine.

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3. Klettern

Nein, ich denke in diesem Falle nicht an Lara Croft oder Nathan Drake, die quer durch antike Maya-Tempel jumpen müssen, um einen überdimensionierten Schalter zu nutzen, der eine noch überdimensioniertere Kugel freisetzt, die den Weg ins nächste Areal freimacht. Ich denke an etwas ganz Profanes: an Leitern.

Es muss irre schwer sein, so eine handelsübliche Leiter im Sinne des Erfinders zu nutzen, falls man nicht aus Fleisch und Blut ist. Will ich hoch oder runter? Habe ich mich richtig ausgerichtet? Alles so schwierig…

Probleme, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Ich bin jedenfalls noch nie vom Dach gefallen, weil ich todesmutig an der Leiter vorbei gesprungen bin.

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4. Auto fahren

…und das bitte unfallfrei! In Videospielen ja ein Ding der Unmöglichkeit. Zwei, drei Kurven in GTA passiert, schon ist die erste Delle drin. Diesen Luxus will ich mir mal gönnen können.

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Wobei Tony Vercetti wiederum einen anderen signifikanten Vorteil gegenüber uns Normalsterblichen hat: Er kann jeden, der wild mit seinem DEVK-Schadenskärtchen vor seiner Nase fuchtelt, mir nichts dir nichts umpusten. Darum beneide ich ihn ein bisschen.

5. Multitasking

Ich will ja nicht Klugscheißen, aber man muss kein Indigo-Kind sein, um eine Pistole und Messer zeitgleich halten zu können. Kurios, wie wenige Videospielfiguren dazu in der Lage sind.

Off-Topic: Es gibt ja wirklich jeden Scheiß bei YouTube. 😀

6. Der freie Wille

Neulich habe ich Borderlands 3 gespielt und ich hatte nicht nur einmal das Bedürfnis gehabt, jeden meiner Mitstreiter zu töten oder ihnen zumindest gehörig die Zähne zu richten. Im Real Life gar kein Problem, sofern du mit den Konsequenzen leben kannst, in Videospielen leider viel zu oft ein Ding der Unmöglichkeit.

Ja, da hast du nochmal Glück gehabt, Claptrap!

7. Abstauben

Ich bin ja alles Andere als ein begnadeter Fußballer, aber Mario Gomez, Luca Toni und ich haben eines gemeinsam, was wir allen Superstars in sämtlichen FIFAs voraushaben: Wir können den Fuß hinhalten und abstauben.

Wir müssen nicht erstmal geduldig einen Balken füllen oder halsbrecherisch (ohne Torabschluss) in den Torwart sprinten. Einfach schießen! Bumm, ganz ohne, groß darüber nachdenken zu müssen, ganz ohne, dass jemand lauthals rufen muss: SCHIESS DOCH, DU SPAST!!!

Und ja, ich befürchte, dass ich das sogar noch in FIFA30 rufen werde.

Was fällt euch noch ein?

Selbstverständlich gibt es noch andere Dinge, die mir ad hoc nicht eingefallen sind. Welche wären das? Schreibt mir! Diese Liste würde ich nur zu gerne mit der Zeit erweitern.

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Aus Gründen hier. Dein Gefährte durch Raum und Zeit. Dein Pferdefreund zum Busenstehlen. Der Büriff.

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